Wieder im Programm: "Armes Deutschland - Stempeln oder abrackern?"

München (ots) - Bildmaterial wird über obs versandt und ist abrufbar unter http://www.presseportal.de/pm/6605/3644473

Dokumentation in sechs Teilen: Lohnt sich Arbeit in Deutschland? Ab Montag, den 3. Juli 2017, um 20:15 Uhr bei RTL II

Stempeln oder Abrackern - lohnt sich Arbeit in Deutschland? Die RTL II-Dokumentation "Armes Deutschland" begleitet Familien und Alleinstehende in unterschiedlichsten Lebenssituationen - mit einer gewichtigen Gemeinsamkeit: Sie sind von Sozialleistungen abhängig oder stehen kurz davor. Doch im Umgang mit dem Leben am Rande der Armutsgrenze unterscheiden sie sich grundlegend. Soll man sich täglich für einen Hungerlohn abschuften - dafür aber niemandem auf der Tasche liegen - oder Staatshilfe in Anspruch nehmen? "Armes Deutschland" schaut genau hin, ohne dabei zu werten. Die mit der Kamera begleiteten Menschen beantworten die Frage, ob sich Arbeit lohnt für sich selbst. Jeder auf seine Weise. Zwei Lebenseinstellungen, wie sie unterschiedlicher kaum sein können.

Lohnt sich Arbeiten in Deutschland noch? Für Marcus lautet die Antwort 'nein', denn seinen Job hat er gerade hingeschmissen. Nun lebt der 24-jährige Kölner wieder vom Jobcenter und bezieht 365 Euro Hartz IV plus Miete und Strom. Für ihn ganz klar die gemütlichere Variante. Statt nach Arbeit zu suchen, erschleicht sich der Familienvater regelmäßig Extraleistungen.

Ganz anders sieht es bei Lucia aus. Die 34-jährige Alleinerziehende würde jeden Job machen, damit es ihrem Sohn Fotis (5) gut geht. Trotz zwei Nebenjobs ist Lucia noch auf Unterstützung vom Jobcenter angewiesen, um über die Runden zu kommen. Dabei arbeitet sie schon fast jede Minute, in der Fotis im Kindergarten ist. Vom Staat zu leben ist ihr unangenehm, deshalb muss so schnell wie möglich Job Nr. 3 her.

Eigentlich müsste auch Marcus schnellstens etwas an der aktuellen Situation ändern, denn rund läuft es in seinem Leben bei weitem nicht: Das Jugendamt ist auf ihn und seine Familie aufmerksam geworden. Lebensgefährtin Jessica (25) und die beiden Kinder Samira (2) und Jerome (5) leben nach einem Zwischenfall im Jahr 2016 vorübergehend im Familienwohnheim. Sollten sich die Beziehung von Marcus und Jessica nicht zum Positiven entwickeln, droht die dauerhafte Trennung der Familie.

Auf Kosten anderer zu leben würde für Winfried (65) nie in Frage kommen, trotzdem hat er sich seinen Lebensabend anders vorgestellt:
Der ehemals selbstständige Kioskbetreiber und Spediteur erhält nach einem Leben voller Arbeit nur 212 Euro Rente pro Monat, denn während der Selbstständigkeit hat er nie privat für das Alter vorgesorgt. Ohne seine Nebenjobs würde der Rentner weder sich selbst noch seine Hündin Maya ernähren können. Sparen ist an der Tagesordnung, sodass er inzwischen in einer 40 qm Parzelle auf einem Campingplatz in Gevelsberg bei Hagen lebt. Trotz seines Schicksals ist er der festen Überzeugung: Arbeit lohnt sich. Das versucht Winfried auch regelmäßig seinem arbeitslosen Sohn Marcel (40) klarzumachen. Wird Winfried seinen Sohn zum Arbeiten motivieren können?

Mehr als zwölf Millionen Menschen in Deutschland sind von Armut bedroht, mehr als vier Millionen leben von Hartz IV.

Viele arbeiten hart und müssen dennoch jeden Cent zweimal umdrehen. Andere drehen sich morgens lieber selbst nochmal um, statt zur Arbeit zu gehen.

Die Dokumentation "Armes Deutschland" begleitet Familien und Alleinstehende, die am Rande der Armutsgrenze leben - und zeigt ihren grundlegend unterschiedlichen Umgang mit ihrer Situation.

"Armes Deutschland - Stempeln oder abrackern?" wurde von der Good Times Fernsehproduktions-GmbH produziert und ist ab dem 3. Juli 2017 um 20:15 Uhr bei RTL II zu sehen.

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