Yes we trust! Vertrauen & Veränderungen bei VIS 2017

14. Festivalausgabe mit knapp 350 Filmen, zwei Live-Acts und Goldenen Nächten - Kürzerer Name, dritte Oscar®-Kategorie und Ehrenkomitee

Wien (OTS) - Veränderungen erfordern Vertrauen – und im vergangenen Jahr gab es einige Veränderungen bei Österreichs größtem Festival für Kurzfilm, Animation und Musikvideo: Der Name wurde auf VIS VIENNA SHORTS gekürzt, die Dauer des Festivals und die Programmanzahl wurden gestrafft, damit einhergehend erfolgte – trotz eines turbulenten Herbsts – eine Konsolidierung bei Finanzen und Beschäftigungsverhältnissen. Am 1. Juni startet nun die 14. Festivalausgabe mit 347 Filmen an vier Spielorten, darunter erstmals das Filmcasino. Der Schwerpunkt setzt sich unter dem Titel Trust Me mit dem Begriff des Vertrauens auseinander.

Großes Vertrauen in die Arbeit des Festivals ließ sich in den letzten Monaten vor allem auch international wahrnehmen: Die EU unterstützt VIS zum zweiten Mal in Folge mit Geldern aus dem MEDIA-Programm - eine schöne Anerkennung des Potenzials und der guten Arbeit des Festivals. Die amerikanische Academy of Motion Picture Arts & Sciences wiederum hat VIS (nach der Aufnahme des Festivals in die Liste der Oscar Qualifying Festivals 2016) kürzlich auch für die dritte Kategorie - jener der Kurz-Dokus - anerkannt. Künftig werden somit aus Wien gleich drei Filme auf die Oscar®-Longlist entsandt.

Über prominente Unterstützung dürfen wir uns aber auch von anderer Seite freuen: Mit dem Regisseur und Schauspieler Karl Markovics, der Managerin und Branchenkennerin Marijana Stoisits (Vienna Film Commission) und der angesehenen belgischen Künstlerin Anouk De Clercq hat sich in diesem Jahr ein Ehrenkomitee für das Festival formiert, das das Festival ideell und nach besten Möglichkeiten unterstützt. Das Vertrauen, das VIS hier von renommierten BranchenvertreterInnen entgegengebracht wird, ehrt uns sehr.

SCHWERPUNKT "TRUST ME" - 100 WETTBEWERBSFILME & 100 FILMGÄSTE

In gesellschaftspolitischen Belangen ist in jüngster Zeit ein vehementer Vertrauensverlust bemerkbar, der sich in abgeschlossenen Filterblasen, extremistischem Denken und proto-faschistischen Trends widerspiegelt. Die verführerische Aufforderung Vertrau mir kann dabei eine Form der Vergewisserung darstellen, eine automatische Zusicherung bar jeden Inhalts oder eine angestrebte Bestätigung von Macht. In unserem Fall soll das Motto als Einladung verstanden werden, den Zweifel vorübergehend auszusetzen und die Leinwand als einen Ort des Nachdenkens zu verstehen. Gemeinsam mit dem Kurzfilmfestival aus Uppsala (SE) und dem ZubrOFFka Festival aus Bialystok (PL) versuchen wir mit eigens kuratierten Filmprogrammen und einer Diskussion des Salon in Gesellschaft im Ruby Hotel, uns einigen Nuancen des Vertrauensbegriffs im historischen und zeitgenössischen (Kurzfilm-)Kino anzunähern.

Gerade auch die Organisation einer Kulturveranstaltung bedarf eines vertrauensvollen Verhältnisses zwischen Team, Publikum, KünstlerInnen und UnterstützerInnen: Mehr als 80 Menschen sind auch heuer wieder an der Organisation des Festivals beteiligt, teils in fixen Arbeitsverträgen, teils auf Werkvertragsbasis, teils als PraktikantInnen oder Volunteers. Bis zu 10.000 neugierige BesucherInnen werden (trotz der Kürzungen) für knapp 350 sorgfältig ausgewählte Filme erwartet, davon 100 Arbeiten in den 4 Wettbewerbskategorien. Rund 100 Filmgäste sowie zahlreiche internationale BranchenvertreterInnen werden beim Festival wieder für einen regen Austausch sorgen. Und ein Dank für das dem Festival entgegengebrachte Vertrauen geht an alle PartnerInnen, FördergeberInnen und SponsorInnen, die uns teils erstmals und teils seit vielen Jahren begleiten.

4 WETTBEWERBE, 2 LIVE-ACTS & GOLDENE NÄCHTE

Die vier Wettbewerbskategorien Fiction & Documentary, Animation Avantgarde, Österreich Wettbewerb und Screensessions sind das Herzstück des Festivals und zeichnen jährlich ein konzentriertes und vielfältiges Bild des aktuellen internationalen und österreichischen Kurzfilmschaffens. Die Filme, darunter preisgekrönte Arbeiten aus Rotterdam, Berlin und Sundance, konkurrieren um die Gunst von Jury und Publikum und insgesamt um Preisgelder von knapp 20.000 Euro.

Im Rahmen der Screensessions, also der Verbindung von Musikvideo-Screenings und anschließendem Live-Konzert, freuen wir uns in diesem Jahr über eine Kooperation mit dem donaufestival: VENTIL plays BULLETPROOF verspricht dabei einen außergewöhnlichen Abend im METRO Kinokulturhaus, die Auftragsarbeit wird in den kommenden Monaten dann auch in Polen und Kanada zu sehen sein. Einen zweiten Live-Act steuert indes der japanische Künstler Makino Takashi bei: Im rhiz, also einer Konzertlocation anstelle eines Kinos, wird Makino mit seiner weltweit erfolgreichen Performance Space Noise 3D erstmals in Österreich auftreten. Die Aufführung ebenso wie ein Filmscreening am Abend zuvor entstanden in Kooperation mit Filmmuseum und sixpackfilm und bilden ein Drittel der Spotlight-Reihe. Zwei weitere Spotlight-Stars sind heuer Jacqueline Lentzou (GR) und Alexandre Larose (CA).

Ein Highlight stellen in diesem Jahr auch die Goldenen Nächte (Les Nuits en Or) dar. Gemeinsam mit der Akademie des Österreichischen Films werden jene 33 Kurzfilme in Wien präsentiert, die von ihren nationalen Akademien (César, Oscar, BAFTA, etc.) zu den Jahrgangsbesten gekürt wurden. Eine Matinee und zwei Marathonscreenings bei freiem Eintritt locken zur lustvollen Überforderung.

Zu den weiteren Highlights zählen zudem die Midnight Movies, die kijvis Kinder- und Jugendprogramme, Gastprogramme aus Kiew und Uppsala, Ausstellungen (von u.a. Jury-Gast Lucia Cavalchini sowie Gast-Artists Céline Devaux und Brecht Evens) sowie eine ausführliche Gesprächsreihe mit Werkstattgesprächen und Panels unter dem Titel VIS Academy, veranstaltet in Kooperation mit der Vienna Film Commission. Eine besondere Diskussion verspricht dabei jene des Salon in Gesellschaft über das Vertrauen in den Staat zu werden - u.a. mit dem deutschen Historiker Philipp Blom und der israelischen Filmemacherin Helen Yanovsky ("The Boy from H2").

AGENTUR MIT FILMFABRIK, KATZENJUBILÄUM & U-BAHN-ZOETROP

Die Vienna Shorts Agentur, die sich in enger Zusammenarbeit mit dem Festival, aber formal unabhängig das ganze Jahr über der Verwertung, Verbreitung und Vermittlung von Kurzfilm widmet, hat im dritten Jahr ihres Bestehens erneut knapp 9.500 BesucherInnen bei insgesamt 31 Veranstaltungen erreicht. 240 Kurzfilme wurden dabei bei acht internationalen und 23 österreichischen Events gezeigt. Bis Ende des Jahres sind noch 13 weitere Veranstaltungen geplant.

Unter den kommenden Vorhaben finden sich auch drei Großprojekte: Im Rahmen des WIR SIND WIEN.FESTIVALS werden die Räumlichkeiten der F23.wir.fabriken (die ehemalige Sargerzeugung Atzgersdorf) am 23. Juni zur FILMFABRIK und mit vorwiegend österreichischen Kurzfilmen bespielt. Den 5. Geburtstag des CAT VIDEO FESTIVAL VIENNA begehen wir standesgemäß mit u.a. einem speziellen Wochenende zum Finale des frame[o]ut Festivals (25./26. August) sowie vier Programmen im Naturhistorischen Museum (am 14. Oktober und 11. November) anlässlich der Herbstausstellung "Hund & Katz". Last, but not least soll die Wiener U-Bahn zwischen zwei Stationen bald zum Ort der visuellen Kunst im öffentlichen Raum werden: Das Konzept eines "U-Bahn-Zoetrops" wurde bei der diesjährigen Ausschreibung von SHIFT (ein Programm der Stadt Wien zur Förderung innovativer Kunst in Wien) mit 100.000 Euro gefördert. Challenge accepted!

Eröffnung VIS Vienna Shorts

14. Internationales Festival für Kurzfilm, Animation & Musikvideo

Datum: 01.06.2017, 19:30 Uhr

Ort: Gartenbaukino
Parkring 12, 1010 Wien, Österreich

Url: www.viennashorts.com

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