Rendi-Wagner präsentiert Aktionsplan Frauengesundheit

Aktionsplan Frauengesundheit setzt Ziele und Maßnahmen zur gesundheitlichen Chancengerechtigkeit für Frauen

Wien (OTS) - Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung sind Frauen. Ihre Gesundheitsrisiken, ihr Gesundheitsverhalten und ihre Krankheitsverläufe unterscheiden sich signifikant von jenen der Männer. Frauen leben zwar länger, verbringen aber weniger Lebensjahre in guter Gesundheit. Gesundheitliche Chancengerechtigkeit ist für alle Menschen ein Thema, aber Frauen sind von sozioökonomischen Gesundheitsdeterminanten, insbesondere Armut, deutlich stärker betroffen als Männer. 

Um die gesundheitliche Chancengerechtigkeit für Frauen zu verbessern, wurde ein Aktionsplan Frauengesundheit erarbeitet, in dem Ziele und Maßnahmen für gemeinsame Lösungen formuliert sind. Im Rahmen des ersten FrauenGesundheitsDialogs wird der Aktionsplan Frauengesundheit mit 17 Wirkungszielen und 40 Maßnahmen nun vor einem Fachpublikum präsentiert. 

„Frauen sollen selbstbestimmt und gesund leben können. Dazu tragen viele Aspekte bei: Rollenerwartungen, Arbeitsbedingungen und Einkommenschancen ebenso wie ein gewaltfreies Leben. Zur Verbesserung gesundheitlicher Chancengerechtigkeit für Frauen ist der Aktionsplan Frauengesundheit ein wichtiger Meilenstein“, betonte Gesundheits- und Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner bei der Eröffnung des FrauenGesundheitsDialogs. „Erstmals wurden in einem breiten Prozess mit ExpertInnen und Stakeholdern die wesentlichsten Ziele und Maßnahmen im Sinne der Frauengesundheit formuliert und in einem Aktionsplan versammelt – jetzt geht es an die Umsetzung“, so die Ministerin. 

Die nächsten Schritte sollen gemeinsam mit den relevanten Stakeholdern des Gesundheitswesens, der Frauenpolitik und anderen Politikbereichen sowie mit den Interessensvertretungen erfolgen – denn sowohl Gesundheits- als auch Frauenpolitik sind gesamtgesellschaftliche Themen. So gilt es im Sinne der Chancengerechtigkeit schon bei der Bekämpfung der Armutsgefährdung und der Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie anzusetzen: konkrete Schritte sind die Erhöhung des Mindestlohns auf 1.500 Euro, sowie der Ausbau der Kinderbetreuungsplätze und der Ganztagsschulen. Auch muss die Betreuung und Unterstützung von gewaltbetroffenen Frauen sichergestellt werden. 

Im Dialog mit ExpertInnen 

In der Keynote von Isabel Yordi Aguirre (WHO) wurde das Thema in einen internationalen Kontext gestellt. Yordi führte aus, warum Frauengesundheit noch immer einen zentralen Platz auf der politischen Agenda haben muss und verwies auf die Strategie zur Förderung der Gesundheit von Frauen der WHO. Doris Pfabigan von der Gesundheit Österreich GmbH stellte die Entwicklung des Aktionsplans Frauengesundheit vor und stellte den Zusammenhang von Frauengesundheit, sozioökonomischen Determinanten und die entsprechenden gesundheitsbezogenen Auswirkungen dar. Aus dem Gesundheits- und Frauenministerium erläutern Magdalena Arrouas, Leiterin der Sektion III-Öffentliche Gesundheit und Ines Stilling, Leiterin der Sektion IV, welche inhaltlichen Schwerpunkte aus dem Aktionsplan in den kommenden Monaten im Vordergrund der Umsetzung stehen werden: Die Bereiche Gesundheitliche Chancengerechtigkeit, Positives Selbstbild von Frauen und die Psychosoziale Gesundheit. Abschließend diskutieren VertreterInnen aus verschiedenen NGOs und Politikfeldern über gemeinsame notwendige Schritte am Weg zu mehr gesundheitlicher Chancengerechtigkeit für Frauen.

Der FrauenGesundheitsDialog soll jährlich stattfinden und so die Vernetzung und den intersektoralen Austausch zur Umsetzung von Maßnahmen des Aktionsplans aller Beteiligten unterstützen.

Der Aktionsplan Frauengesundheit kann auf der Homepage des Bundeministeriums für Gesundheit und Frauen heruntergeladen werden: www.bmgf.gv.at

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