AK Test 2: Achtung, Plastikkarte kann im Urlaub zur Spesenfalle werden!

Wien (OTS) - Bei Bankomat- und Kreditkarten können im Urlaub Spesen anfallen, vor allem in Nicht-Euro-Ländern kann es teuer werden. Das zeigt ein aktueller AK Test. Die AK gibt Tipps, wie Sie Plastikgeld am besten nutzen.

   Plastikkarten – darauf sollten Sie achten:

+ Leistungen prüfen: Checken Sie bei Ihrer Kreditkarte, welche Leistungen enthalten sind. 

+ Teure Kreditkarte: Bargeld mit der Kreditkarte beheben ist teuer. 

+ Abrechnungen checken: Kontrollieren Sie Ihre Monatsabrechnungen. Bei strittigen Umsätzen informieren Sie sofort die Kreditkartenfirma. Erheben Sie gegebenenfalls schriftlichen Einspruch. 

+ Spesen nachfragen: Erkundigen Sie sich bei Kreditkartenfirmen, welche Spesen bei Umsätzen in Fremdwährungen anfallen können.

+ Kursschwankungen beachten: In Nicht-Euro-Ländern kann es zu Kursschwankungen kommen. Der Wechselkurs kann am Zahltag ein anderer sein, als am späteren Abbuchungstag. 

+ Sperrgebühr zurückfordern: Karte verloren oder gestohlen? Wenn Ihnen (seit 1. November 2009) eine Sperrgebühr von Ihrer Bank verrechnet wurde, dann fordern Sie die Gebühr zurück. Sperrgebühren dürfen nicht verlangt werden – das verbietet das Zahlungsdienste-Gesetz, was der OGH in einem Fall ganz allgemein bestätigt hat.

Es liegt noch ein Urteil des OGH gegen die BAWAG PSK vor, wonach auch ein Sperrentgelt für die Maestro- und Kreditkarte unzulässig ist. Das gilt für alle Banken und Kartenunternehmen. Zudem läuft noch ein anderes Gerichtsverfahren der AK gegen Card Complete, bei dem es unter anderem um die Sperrgebühr geht. Auch hier gibt es ein nicht rechtskräftiges Urteil erster Instanz im zweiten Rechtsweg. Es besagt ebenfalls, dass ein Sperrentgelt unzulässig ist. Eine Entscheidung des OGH steht noch aus. 

+ Nachteilige Währungsumrechnung: Bankomatbetreiber können außerhalb des Euro-Raumes eine dynamische Währungsumrechnung anbieten (DCC, Dynamic Currency Conversion) –  für Bankomat- und Kreditkarten. Das bedeutet: Sie erhalten Geld in der Landeswährung, es wird aber sofort in Euro umgerechnet. Achtung, der Wechselkurs ist meistens ungünstig. Es empfiehlt sich, das Angebot nicht zu nutzen.

 + Klick auf AK Zahlungskarten-Spesenrechner: Unter www.ak-bankenrechner.at finden Sie, mit welcher Karte wo welche Spesen anfallen.

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Arbeiterkammer Wien
Doris Strecker
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