SWV Verbandstag (I) - Leichtfried: Österreichs Wirtschaft fit für die Zukunft machen

Sozialdemokratische UnternehmerInnen kämpfen für bessere Arbeitsrealitäten und mehr Liberalisierung bei der Gewerbeordnung

Wien (OTS) - „Packen wir es an - für Österreichs Wirtschaft“. Unter diesem Motto haben sich rund 200 sozialdemokratische UnternehmerInnen am Freitagnachmittag im Salzburger Stieglkeller versammelt, um bei ihrem ordentlichen Verbandstag die Weichen für die zukünftige Arbeit des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Österreich (SWV) zu stellen. Auf dem Programm standen unter anderem die Reden von Bundesminister Jörg Leichtfried und SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter, der auch Präsident des SWV ist.

Eingangs sprach Infrastrukturminister Jörg Leichtfried über jene Maßnahmen, die die Bundesregierung unter Kanzler Christian Kern bereits im Hinblick auf die fortschreitende Digitalisierung für die Wirtschaft gesetzt hat. „Wir machen Österreich fit für die Digitalisierung. Für Klein- und Mittelbetriebe ist schnelles Internet lebenswichtig. Deshalb stellen wir 21 Millionen Euro bereit, um Österreichs Betriebe an das Breitbandinternet anzuschließen. Damit stärken wir den Standort und sorgen für Arbeitsplätze“, sagte Leichtfried.

Digitalisierung führt zu Umbruch in der Arbeitswelt

„Wir bereiten unsere Betriebe und die ArbeitnehmerInnen auf das Zeitalter der Digitalisierung vor. Routinetätigkeiten werden wegfallen, im Gegenzug dafür entstehen neue Arbeitsfelder. Darum starten wir im Herbst ein neues Qualifizierungsprogramm, bei dem wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter direkt im Betrieb weiterbilden. Dabei kommen etwa Datenbrillen und Trainings in der virtuellen Realität zum Einsatz. Dafür nehmen wir fünf Millionen Euro in die Hand“, so Infrastrukturminister Jörg Leichtfried.

Zu Beginn seiner Rede wies SWV-Präsident und SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter ebenfalls auf den Umbruch in der Arbeitswelt hin, von dem Selbstständige gleichermaßen betroffen sind, wie Unselbstständige. „Unsere Aufgabe als Sozialdemokratie ist es, die Arbeitsrealitäten so zu verändern, dass die Menschen ein besseres Leben haben werden. Mit Bundeskanzler Christian Kern haben wir dahingehend vieles weitergebracht“, betonte Matznetter.

SWV kämpft für Abschaffung des Selbstbehaltes und Liberalisierung der Gewerbeordnung

Offen sind noch das Krankengeld, das rückwirkend ab dem vierten Tag ausbezahlt werden soll, die Lohnnebenkostensenkung, KMU-Investitionszuwachsprämie, Beschäftigungsbonus, Bekämpfung der Scheinselbstständigkeit, Arbeitszeitflexibilisierung und die Beschäftigungsaktion 20.000 für ältere ArbeitnehmerInnen. Es werde sich zeigen, ob auch Sebastian Kurz als neuer ÖVP-Chef sich dieser Verantwortung stellen wird, so der SPÖ-Wirtschaftssprecher.

Selbiges gilt für die Reform der Gewerbeordnung. Der Rückverweisungsantrag im Parlament sei nämlich ein All-Parteien-Antrag gewesen, erläuterte Matznetter. „Daher ist es wichtig, dass alle darüber nachdenken sollen, wie man liebgewonnene Traditionen ablegen und Überreglementierungen abbauen könnte.“ Für Matznetter ist die Wiederbehandlung der Gewerbeordnung eine große Chance, die Forderungen der sozialdemokratischen UnternehmerInnen nach mehr Liberalisierung und Vereinfachung durchzusetzen.

SWV als Anwalt der kleinen Selbstständigen

„Was für uns das allerwichtigste jedoch ist, ist, dass wir im Fokus der Diskussion stehen. Und je stärker wir als SWV in der Wirtschaftskammer vertreten sind, desto weniger können sie an uns vorbei“, sagte Christoph Matznetter im Hinblick auf die Wirtschaftskammerwahl 2020 und bedankte sich bei allen FunktionärInnen und Mitgliedern.

„Deshalb haben wir den SWV Visionenprozess ins Leben gerufen, um die Weichen für eine moderne Interessenvertretung für KMUs und EPUs zu stellen. Wir wollen die Anwälte auf der Seite der KMUs und EPUs sein. Wir zeigen uns mit den kleinen Selbstständigen solidarisch. Wir, der SWV, haben wir die richtigen Visionen. Also packen wir es gemeinsam an“, zeigte sich Matznetter kämpferisch.

Der SWV hat rund 15.100 Mitglieder. Das ist ein Zuwachs von 20,8 Prozent in den letzten fünf Jahren. (Schluss)

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