Eine Frau macht Schwarzenberg stark

Wonnemonat Mai: Die Hochzeiten der Anna Neumann

Murau (OTS) -

Anna Neumann von Wasserleonburg vererbt durch eine Heirat ihr Riesenvermögen

20. Oktober 1617 – Mit der Vermählung der 82-jährigen Anna Neumann von Wasserleonburg, der Herrin der Stadt Murau, mit dem 31-jährigen Georg Ludwig Graf zu Schwarzenberg wird die Dynastie der Schwarzenberg in Murau begründet. Durch alle Jahrhunderte bis herauf in die Gegenwart steht der Name Schwarzenberg seither in Geschichtsbüchern, da einzelne Mitglieder des Fürstenhauses immer wieder staatspolitisch relevante Positionen eingenommen haben.

Die sechs Ehen der Anna Neumann

Die Neumannin hat, als sie Schwarzenberg heiratet, ein bewegtes Leben hinter sich. Ihre fünf Ehemänner hat sie alle überlebt (Hans Jakob Freiherr von Thannhausen, Christoph Herr von Liechtenstein-Murau, Ludwig von Ungnad Freiherr zu Sonnegg, Carl Freiherr von Teuffenbach und

Ferdinand Graf zu Ortenburg), auch sind ihre Kinder verstorben sowie sämtliche ihrer Geschwister. 

Anna Neumann, die Herrin von Murau

Bereits durch das Erbe ihres Vaters war Anna finanziell gut ausgestattet, ihr Geschick als Unternehmerin hat dieses jedoch potenziert. Diese wirtschaftliche Umtriebigkeit sowie die gesellschaftliche Stellung durch ihre Heiraten haben Anna Neumann aber auch einen bisweilen zweifelhaften Ruf gebracht, selbst einen Hexenprozess hatte sie durchzustehen. 

Insgesamt bleibt jedoch das Bild einer gleichermaßen hart agierenden Geschäftsfrau, wie einer mildtätigen Person, die sozial viel Gutes getan hat. Als Business-Woman zählt Anna Neumann in ihrer Zeit zu den größten Geldgebern des Kaiserhofes und des Erzbistums Salzburg. Alleine der Kaiser stand bei ihr mit rund 40 Millionen Euro in der Kreide.

Anna Neumann und Georg Ludwig Graf zu Schwarzenberg

Diese Heirat war eine Vernunft- und Geldehe. Die „Neumannin“ eröffnet mit ihrem Vermögen – einem der größten im Habsburger-Reich – dem jungen Schwarzenberg, bereits als 20-Jähriger ein hoffnungsvoller Diplomat, eine große Karriere. Anna Gräfin zu Schwarzenberg unterschreibt in einem mit der Heiratsurkunde auch den Schenkungsbrief an Georg Ludwig. Dieser erhält mit den Tod der Anna am 18. 12. 1623 seine Wirkung. In diesem Schenkungsbrief formuliert die betagte Frau überaus herzlich: „ …von ganzen Herzen nichts anders alß gleichsamb ein Sohn zu seiner geliebten Frauen Muetter tragende sonderbare große Lieb und Threue willigste Affection in Zeit dieser unserer Ehelichen Beywohnung…“

Zur Ausstellung: 400 Jahre Schwarzenberg in Murau – spazierend die Geschichte atmen

Am 17. Juni 2017 wird die Ausstellung „400 Jahre Schwarzenberg in Murau“ eröffnet – in Form eines Stadtrundganges, der auf dem Schillerplatz beginnt, via Kapuzinerkirche und Handwerksmuseum zurückführt zu Tieranger und Murpromenade. Vor hier, entlang der Mur, geht’s für die Besucher zum Raffaltplatz, weiter auf halber Höhe des Schlossberges in die Schwarzenbergstraße.

Entlang dieser Rundganges wird dem Gast an mehr als einhundert kleinen und großen Stationen „Schwarzenberg“ erzählt, einhergehend damit die Geschichte der Stadt Murau in leicht verständlichen Interventionen – bis hin zur Geschichte des Murauer Bieres.

Der Ausstellungzeitraum

17. Juni bis 14. Oktober 2017

400 Jahre Schwarzenberg in Murau

Datum: 17.06.2017, 18:30 Uhr

Ort: Raffaltplatz 10, 8850 Murau
8850 Murau, Österreich

Url: http://www.ausstellung-murau.at/

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Rückfragen & Kontakt:

Information allgemein
Tourismusverband Murau
+43 3532 2720
www.murau-kreischberg.at
Details zu 400 Jahre Schwarzenberg
www.ausstellung-murau.at

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