Preiner zu Glyphosat-Verlängerung: Inakzeptable Entscheidung der EU-Kommission

SPÖ-Agrarsprecher: „Gesundheit ist höchstes Gut der Menschen und darf nicht den Profitinteressen der Agrochemie-Lobby geopfert werden“

Wien (OTS/SK) - Der SPÖ-Sprecher für Landwirtschaft und den ländlichen Raum, Erwin Preiner, zeigt sich empört über den Plan der EU-Kommission den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat für weitere zehn Jahre in Europa zuzulassen. „Dieses Gift steht im Verdacht krebserregend zu sein, daher fordere ich die politischen Verantwortlichen auf, diese Verlängerung sofort zu stoppen“, so Preiner am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. „Die Profitinteressen der Agrochemie-Lobby dürfen nicht der Maßstab unserer Entscheidungen sein, daher fordere ich die EU-Kommission auf, die schwerwiegenden Bedenken von EU-ParlamentarierInnen, den NGOs und des europaweiten BürgerInnenbegehrens ‚Glyphosat stoppen‘, das bereits mehr als 750.000 Menschen unterschrieben haben, nicht zu ignorieren“, so Preiner. ****

In diesem Zusammenhang kritisiert der SPÖ-Abgeordnete die Studie der Europäischen Chemikalienagentur ECHA, die nach kurzer Zeit festgestellt haben soll, dass das massenhaft als Unkrautvernichtungsmittel eingesetzte Pflanzengift nicht krebserregend sein soll.

„Ich fordere eine wissenschaftlich-fundierte Langzeitstudie, die die Auswirkungen dieses Pflanzengifts über einen längeren Zeitraum als nur wenige Monate untersucht“, so Preiner. Immerhin habe auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im März 2015 festgestellt, dass dieses Pflanzengift wahrscheinlich krebserregend ist.

Außerdem warnt der SPÖ-Abgeordnete vor dem überbordenden Einsatz dieses Pflanzengifts in der Landwirtschaft und im Kleingartenbereich, „weil auch heimische Bienen in höchstem Ausmaß gefährdet sind“. Immerhin gibt es (noch) 690 Wildbienenvölker in Österreich, die bei dauerhaftem Einsatz von Pestiziden „vom Aussterben bedroht sind“. Preiner erinnert daher an ein Zitat von Albert Einstein: „Stirbt die Biene, stirbt der Mensch.“ (Schluss) up/rm/mp

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