67. Städtetag: Häupl: Regionale Zentren stärken

Eröffnung des Österreichischen Städtetages im Ferry Porsche Congress Center in Zell am See

Zell/Wien (OTS/RK) - Die Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf Städte und Gemeinden stand auch im Mittelpunkt der Eröffnungsreden am 67. Städtetag, in Zell am See. Mehr als 1000 Kommunalvertreterinnen und Kommunalvertreter aus Österreich und der EU, sind heute nach Zell am See angereist, um bis Freitag über wichtige aktuelle Fragen zu diskutieren. Bundespräsident Alexander Van der Bellen ließ sich aufgrund der aktuellen bundespolitischen Ereignisse entschuldigen.

In seiner Eröffnungsrede ging Städtebund-Präsident Michael Häupl anlässlich von Zell am See auf die Bedeutung von Stadtregionen ein. „Wenn dieser Tage der Landwirtschaftsminister durch Österreich fährt, um seinen `Masterplan ländlicher Raum´ zu präsentieren, sollten wir ergänzen: ein funktionierender
ländlicher Raum ist wichtig, aber er lebt durch die Versorgungsfunktion der Städte und regionalen Zentren innerhalb dieser Räume. Diese leisten als regionale Gesundheits-, Bildungs-, Wirtschafts- und – ganz allgemein – als
Dienstleistungszentren einen enormen Beitrag“, betonte Häupl. Regionale Zentren müssten besonders gestärkt werden, da sie bei der Abwanderung bzw. bei der Erhaltung von Regionen eine zentrale Rolle spielten.

Als zwei der wichtigsten Zukunftsthemen nannte Häupl Bildung und Integration: „Beides sind Investitionen in die nächsten Jahre und Jahrzehnte, beides kostet Geld, aber beides gut investiertes Geld, weil es die wichtigste Investition in Sicherheit und Wohlstand ist“, sagte Häupl. Er bedankte sich ausdrücklich bei den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern für den „humanitären Einsatz“ bei der Aufnahme von Flüchtlingen in den vergangenen anderthalb Jahren.

Die Veränderungen durch die Digitalisierung verglich Häupl mit dem Ausmaß der Industriellen Revolution. Die Veränderungen heute hätten riesige Auswirkungen auf die Gesellschaft, deren Ausmaß noch nicht abzuschätzen sei. Umso wichtiger sei es, auf dem Weg dorthin niemanden zurückzulassen, so Häupl.

Angesichts der Fülle von verfügbaren Informationen, sei Bildung mehr denn je zuvor der Schlüssel dazu, aus Informationen verwertbares Wissen zu kreieren. „Nur durch umfassende Bildung kann – neben den Erfordernissen am Arbeitsmarkt, die an den einzelnen gestellt werden – eine Gesellschaft entstehen, der das Allgemeinwohl am Herzen liegt, die solidarisch ist mit den Schwächeren, die tolerant ist und ein starkes Fundament aus demokratischen und europäischen Werten besitzt“, so Häupl.

Aus der langjährigen Forderung des Österreichischen Städtebundes nach einem aufgabenorientierten Finanzausgleich wird – nach der Unterzeichnung des politischen Paktums im Herbst 2016 – nun ein Projekt im Bereich der Elementarpädagogik ausgearbeitet, wonach die Städte und Gemeinden erstmals im Kindergartenbereich eine aufgabenorientierte Dotierung erhalten sollen. Häupl warnte davor, dass dieses Projekt nunmehr aus bestehenden Mitteln finanziert werden solle. „Geld folgt Leistung ist unser Grundsatz“, sagte Häupl. „Wir werden nicht müde werden, das zu betonen, um Strukturreformen in diesem Land voranzutreiben, so Häupl abschließend“.

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(Forts.) sas

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