• 17.05.2017, 14:02:10
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  • OTS0179

Merck entwickelt alternative CRISPR-Methode für die Geneditierung

Darmstadt, Deutschland (ots/PRNewswire) - Merck
(http://www.merck.de/de/index.html), ein führendes Wissenschafts- und
Technologieunternehmen, hat eine neue Technologie zur Geneditierung
entwickelt, das CRISPR effizienter, flexibler und spezifischer macht:
So haben Forscher mehr experimentelle Möglichkeiten und können
schneller Ergebnisse erzielen, um die Arzneimittelentwicklung und den
Zugang zu neuen Therapien zu beschleunigen.

Diese neue - als "Proxy-CRISPR" bezeichnete - Methode ermöglicht den
Zugriff auf bisher nicht erreichbare Regionen des Genoms. Die meisten
natürlichen CRISPR-Systeme, die in Bakterien auftreten, müssen
umfassend bearbeitet werden, um in menschlichen Zellen zu
funktionieren. Proxy-CRISPR bietet ein rasches und einfaches
Vorgehen, um sie ohne aufwendige Veränderungen nativer
CRISPR-Proteine besser zu nutzen.

Merck hat mehrere Patentanträge für die Proxy-CRISPR-Technologie
gestellt. Die Patentanträge im Zusammenhang mit der
Proxy-CRISPR-Technologie sind nur einige zahlreicher
CRISPR-Patentanträge, die das Unternehmen seit 2012 eingereicht hat.

"Flexiblere und leichter anwendbare Technologien für die
Geneditierung bieten in der Forschung, Bioprozesstechnik und bei
neuartigen Behandlungsoptionen mehr Potenzial", sagte Udit Batra,
Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und CEO des
Unternehmensbereichs Life Science
(http://www.merck.de/de/produkte/life_science/life_science.html).
"Als führendes Unternehmen in der Geneditierung ist die neue
Technologie von Merck nur ein Beispiel für unseren Anspruch,
Herausforderungen in diesem Bereich zu bewältigen. Die
CRISPR-Forschung wird für uns weiterhin eine Priorität bleiben."

Mercks Forschung zu Proxy-CRISPR wurde am 7. April 2017 in Nature
Communications unter dem Titel "Targeted Activation of Diverse
CRISPR-Cas Systems for Mammalian Genome Editing via Proximal CRISPR
Targeting" veröffentlicht. Der wissenschaftliche Artikel erläutert,
wie CRISPR effizienter, flexibler und spezifischer gemacht werden
kann, indem das Genom zum Schneiden der DNA geöffnet wird - dies
bietet Forschern mehr Möglichkeiten für eine Editierung.

Die CRISPR-Technologie für die Geneditierung treibt die Entwicklung
von Behandlungsoptionen für einige der herausforderndsten
Erkrankungen unserer Zeit voran, darunter chronische Krankheiten und
Krebserkrankungen, für die es bisher nur eingeschränkte oder keine
Behandlungsoptionen gibt. Die Anwendungsmöglichkeiten für CRISPR sind
weitreichend: mit ihr können beispielsweise Krebs-assoziierte Gene
ermittelt werden oder zu Blindheit führende Mutationen rückgängig
gemacht werden. CRISPR ermöglicht die Geneditierung mithilfe eines
Enzyms mit dem Namen Cas9, mit dem die DNA durchschnitten wird.
Allerdings ist die Zielgenauigkeit dieses Enzyms beschränkt. Dies
veranlasste Merck, sich auf Proxy-CRISPR zu fokussieren.

Merck kann auf 14 Jahre Erfahrung im Bereich Geneditierung
zurückblicken und war das erste Unternehmen, das weltweit
maßgeschneiderte Biomoleküle für die Geneditierung (TargeTron(TM)
Biomoleküle und Zinkfingernukleasen) angeboten hat, was die Übernahme
dieser Techniken durch die globale Forschungsgemeinschaft förderte.
Merck stellte zudem als erstes Unternehmen "Arrayed"
CRISPR-Bibliotheken her, die das gesamte menschliche Genom abdecken.
Mit ihnen können Forscher Krankheitsursachen genauer untersuchen, was
die Entwicklung von Therapien beschleunigt. Merck unterstützt die
Entwicklung von gen- und zellbasierten Therapien und stellt zudem
virale Vektoren her. 2016 startete das Unternehmen eine Initiative im
Bereich Geneditierung, um die Forschung in diesem Fachgebiet durch
ein eigenes Team und mit zusätzlichen Ressourcen voranzutreiben, und
untermauerte damit sein Engagement in diesem Bereich weiter.

Die neue Technologie stellt eine Weiterentwicklung von Mercks
bestehenden CRISPR-Anwendungen dar. Die nächste Suite der
Geneditierung-Technologien für die Forschung, die im Laufe von 2017
eingeführt werden soll, wird neuartige und veränderte Versionen von
Cas und Cas-ähnlichen Proteinen umfassen.

Mercks CRISPR Epigenetic Activator (p300-Cas9), der die Erforschung
epigenetischer Veränderungen und damit verbundener Krankheiten
revolutioniert, wurde von The Scientist unter die Top-10-Innovationen
des Jahres 2015 gewählt.

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Über Merck

Merck ist ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen in
den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials.
Rund 50.000 Mitarbeiter arbeiten daran, Technologien
weiterzuentwickeln, die das Leben bereichern - von
biopharmazeutischen Therapien zur Behandlung von Krebs oder Multipler
Sklerose über wegweisende Systeme für die wissenschaftliche Forschung
und Produktion bis hin zu Flüssigkristallen für Smartphones oder
LCD-Fernseher. 2016 erwirtschaftete Merck in 66 Ländern einen Umsatz
von 15,0 Milliarden Euro.

Gegründet 1668 ist Merck das älteste pharmazeutisch-chemische
Unternehmen der Welt. Die Gründerfamilie ist bis heute
Mehrheitseigentümerin des börsennotierten Konzerns. Merck besitzt die
globalen Rechte am Namen und der Marke "Merck." Einzige Ausnahmen
sind die USA und Kanada, wo das Unternehmen als EMD Serono,
MilliporeSigma und EMD Performance Materials auftritt.

Foto - https://mma.prnewswire.com/media/511849/Merck_alternative_CRIS
PR_genome_editing_method.jpg

Info - https://mma.prnewswire.com/media/511828/proxyCRISPR_MERCK.jpg

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