- 17.05.2017, 13:17:12
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- OTS0163
Kadenbach: Glyphosatpläne der EU-Kommission sind inakzeptabel!
Wunsch des EU-Parlaments, das Pestizid rasch zu verbieten, muss Rechnung getragen werden
Utl.: Wunsch des EU-Parlaments, das Pestizid rasch zu verbieten,
muss Rechnung getragen werden =
Wien (OTS/SK) - „Die Pläne der EU-Kommission, die Zulassung von
Glyphosat um zehn Jahre zu verlängern, sind ein schwerer Fehler und
nicht akzeptabel. Gesundheitsinteressen müssen vor Profitinteressen
der Agrochemie-Lobby stehen. Die schwerwiegenden Bedenken von
EU-ParlamentarierInnen, den NGOs und des europaweiten
BürgerInnenbegehrens „Glyphosat stoppen“, das bereits mehr als
750.000 Menschen unterschrieben haben, dürfen nicht ignoriert
werden“, sagt Karin Kadenbach, die Gesundheits- und Umweltsprecherin
der Europa-SPÖ und ergänzt: „Mein Zugang war immer, dass Glyphosat so
schnell wie möglich komplett verboten werden sollte. Wir müssen zwar
Rücksicht auf die LandwirtInnen nehmen, die etwas Zeit brauchen, um
ihre Produktion umzustellen, aber an erste Stelle muss die Gesundheit
der KonsumentInnen stehen.“ ****
„Leider ignoriert Gesundheitskommisar Vytenis Andriukaitis die
ohnehin schon sehr moderaten Vorstellungen des EU-Parlaments, das
sich für eine siebenjährige Verlängerung ausgesprochen hat, komplett.
Das können wir nicht hinnehmen. Wir werden den EU-Kommissar
voraussichtlich im Juni ins Parlament vorladen und ihn befragen, aus
welchen Motiven und Interessenlagen er zu dieser Entscheidung kommt.
Wir werden im Anschluss ein Hearing mit der Kommission und anderen
Akteuren wie Monsanto organisieren und dort die Interessen der
europäischen BürgerInnen einbringen. Dank den Monsanto Papers wissen
wir, wie viel Energie die Agrarlobby in das Greenwashing und die
systematische Verschleierung von Gesundheitsgefahren ihrer Produkte
betreibt. Dieser Einfluss auf die Gesetzgebung gehört genau
untersucht. Deshalb ist für mich auch vorstellbar, dass wir einen
Untersuchungs- beziehungsweise Spezialausschuss zum Thema
einrichten“, schließt Kadenbach. (Schluss) bj/mp
Rückfragehinweis: Daniel Steinlechner, Pressesprecher der
SPÖ-Abgeordneten im Europäischen Parlament, Tel: +32-228-32537,
daniel.steinlechner@ep.europa.eu
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