Zoller-Frischauf: „Reduktion der Gewerbe ist Anschlag auf Lehrlingsausbildung!“

Dringend notwendige Erleichterungen weiter verzögert

Wer unter der Reform der Gewerbeordnung nur eine weitgehende Liberalisierung versteht, erweist unseren jungen Menschen einen Bärendienst und gefährdet unseren Standort
Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf

Innsbruck (OTS) - Die selbsternannten Wirtschaftsexperten der NEOS feiern sich heute dafür, dass sie die Reform der Gewerbeordnung wieder in die Ausschüsse zurückverweisen und damit auf die lange Bank geschoben haben. „Durch diese Entscheidung im Nationalrat werden dringend notwendige Vereinfachungen und schnellere Verfahren für unsere Unternehmerinnen und Unternehmer weiter verzögert“, kann Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf diesen offensichtlichen Angriff auf den Standort nicht verstehen.

Der Ansatz, die Zahl der reglementierten Gewerbe massiv zu verringern ist ein Angriff auf die Lehrlingsausbildung und richtet sich gegen das Streben nach Qualität. Deutschland hat es vorgemacht, welche negativen Folgen es hat, wenn Gewerbe liberalisiert werden. „Die Folgen der Liberalisierung der Handwerksordnung waren ein drastischer Rückgang bei den Ausbildungszahlen. In Österreich werden 98 Prozent aller Lehrlinge in Betrieben ausgebildet, die zu den reglementierten Gewerben gehören. In Deutschland gibt es z.B. bei den Hafnern und Fliesenlegern massive Nachwuchsprobleme seit diese Berufe aus der Handwerksordnung gestrichen wurden. Wer unter der Reform der Gewerbeordnung nur eine weitgehende Liberalisierung versteht, erweist unseren jungen Menschen einen Bärendienst und gefährdet unseren Standort“, so Zoller-Frischauf.

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