„DOkeins“ über „Lügen an der Macht? Settele prüft, was man noch glauben kann“

Am 17. Mai um 20.15 Uhr in ORF eins

Wien (OTS) - Alternative Fakten, Fake News, Lügenpresse. Als Medienkonsument/in tut man sich derzeit schwer, die Wahrheit zu erkennen. Auf Politiker/innen, Journalistinnen und Journalisten ist scheinbar kein Verlass mehr und wir alle sind anfällig für Manipulationen und Verschwörungstheorien. Einige sehen die Ursache hierfür in einer Krise der Medien, während andere wiederum befürchten, dass wir uns am Beginn einer Kulturrevolution befinden. Ein Fall für „DOKeins“ und ein Fall für Hanno Settele, der sich am Mittwoch, dem 17. Mai 2017, um 20.15 Uhr in ORF eins mit dem Thema „Lügen an der Macht? Settele prüft, was man noch glauben kann“ beschäftigt. Apropos Verschwörungstheorien: ORF, ARTE, SRF und BR starten das transmediale Projekt „Die Weltherrschaft“, das hinter die Mechanismen medialer Weltherrschaftsmythologien blickt – mehr Infos sind unter presse.ORF.at abrufbar.

Fest steht: Wir leben in politisch unruhigen Zeiten und hinter jeder Ecke scheint eine Falschmeldung auf uns zu warten. Immer häufiger muss man sich fragen: Wem kann man noch glauben? Auch Hanno Settele lässt diese Frage nicht los. Die so genannten „Mainstream-Medien“ halten viele Menschen für wenig glaubwürdig. Woher kommt dieses Misstrauen?

Im Zwiegespräch mit dem Unternehmer Ronnie Seunig – Herausgeber des Printmagazins „Alles Roger?“ – erfährt Settele, was Menschen dazu bewegt, ein alternatives Medium zu schaffen. Auf den Spuren des Begriffs „Lügenpresse“ landet er bei einem Pegida-Aufmarsch in Dresden und mit Stefan Petzner, dem früheren Pressesprecher von Jörg Haider, diskutiert er über das nahe Verhältnis von Fake News und Populismus. Als Inbegriff von Populismus gilt derzeit auch US-Präsident Donald Trump. Zu dessen Wahlsieg will der Satiriker Paul Horner aus Phoenix beigetragen haben. Er berichtet darüber, wie er mit seinen Fake-News-Webseiten nicht nur Stimmungen geschürt, sondern in kürzester Zeit auch sehr viel Geld gemacht hat.
Außerdem trifft Settele den Wiener Kriminaltechniker Walter Diego Vogel, der Opfer einer Falschmeldung wurde – 2010 ist er von einer vielgelesenen österreichischen Tageszeitung zum Mörder erklärt worden. Noch heute wird er auf der Straße gefragt, warum er nicht im Gefängnis sei. Um einen Mord geht es auch in der Gemeinde Rinn in Tirol; genau genommen um eine Ritualmordlegende, die sich über mehrere Jahrhunderte gehalten hat, obwohl sie – wie man heute sagen würde – ein Fake war.

Sind wir anfällig für Manipulationen und Verschwörungstheorien?

Michael Knapp jedenfalls glaubt daran, dass Regierungen mit Hilfe von Flugzeugen chemische Substanzen auf die Bevölkerung versprühen. Dass diese Theorie von zahlreichen Wissenschaftern auf der ganzen Welt entkräftet wurde, ist ihm egal. Die Wissenschaft hat es tatsächlich immer schwerer, ernst genommen zu werden. Ein Grund dafür könnten allerdings auch erschwindelte Studienabschlüsse sein, für die Verlegerin, Lektorin und Autorin Nina Roiter eine steigende Tendenz sieht, da sie aus erster Hand weiß, dass es einen starken Trend zum Ghostwriting von Abschlussarbeiten gibt.

Wer setzt sich eigentlich für die Wahrheit ein?

Hanno Settele trifft Menschen, die mit Medienkompetenz-Unterricht an Schulen, investigativem Journalismus und Fact-Checking gegen Fake News und alternativen Fakten kämpfen. Doch was bringt das, wenn man bedenkt, dass eine Algorithmus-getriebene, digitale Parallelwelt unseren Meinungsbildungsprozess bestimmt? Medienpsychologin Martina Mara zeigt auf, dass der technologische Fortschritt viele Veränderungen mit sich bringt, die wir in erster Linie als unheimlich empfinden. Am Ende, so Settele, zählt jedoch nur eins: Dass wir trotz der Veränderungen nicht das Vertrauen in unser demokratisches System verlieren.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.

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