„WELTjournal“ am 17. Mai: „Russland – Gewalt erlaubt“

Im „WELTjournal +“: „Rechtlos – Iran hinter Gittern“

Wien (OTS) - In Russland wird Gewalt in der Familie offiziell wieder toleriert: Präsident Putin hat im Februar ein Gesetz unterzeichnet, das häusliche Gewalt zum Bagatell-Delikt herunterstuft, solange sie keine schweren Verletzungen zur Folge hat. Das „WELTjournal“ – präsentiert von Cornelia Vospernik – zeigt dazu am Mittwoch, dem 17. Mai 2017, um 22.30 Uhr in ORF 2 Beate Haselmayers Reportage „Russland – Gewalt erlaubt“.

Um 23.05 Uhr folgt im „Weltjournal +“ die Dokumentation „Rechtlos – Iran hinter Gittern“, in der die nach der Revolution von 1979 nach Schweden geflüchtete iranische Filmemacherin Nahid Persson Sarvestani mehr als 30 Jahre später die Geschehnisse aufarbeiten möchte und fünf Mitstreiterinnen von damals trifft, die in Europa Asyl bekommen haben.

WELTjournal: „Russland – Gewalt erlaubt“

Für viele Frauen ist die Gesetzesänderung ein Schock. Sie sehen darin ein verheerendes Signal an die Gesellschaft und einen Freibrief für gewalttätige Ehemänner. Nach Schätzungen stirbt in Russland alle 40 Minuten eine Frau durch Gewalt, Tausende Kinder werden jedes Jahr misshandelt. „WELTjournal“-Reporterin Beate Haselmayer ist der weit verbreiteten Gewalt in Russland auf den Grund gegangen: Sie trifft Täter und Opfer, Kritiker und Befürworter sowie eine Tattookünstlerin, die die Narben von misshandelten Frauen kostenlos mit Blumenbildern überdeckt. Und sie zeigt auf, wie überaus stark die russische Gesellschaft von Gewalt geprägt ist – von der Gewalt in der Familie bis zur Gewalt gegen Minderheiten, gegen Andersdenkende, gegen Homosexuelle oder Regierungskritiker.

WELTjournal +: „Rechtlos – Iran hinter Gittern“

Häusliche und politische Gewalt stehen in der streng patriarchalischen Gesellschaft im islamischen Gottesstaat Iran an der Tagesordnung – auch unter dem als gemäßigt geltenden Präsidenten Rouhani, der sich dieser Tage der Wiederwahl stellt. Gewalt gegen politische Gegner und Folter von Oppositionellen prägen die wechselvolle Geschichte des Iran seit Jahrzehnten.

In den 1970er Jahren kämpfte die iranische Filmemacherin Nahid Persson Sarvestani gegen die autoritäre Herrschaft des Schahs. Doch statt mehr Demokratie und Meinungsfreiheit zu erreichen, führte die Revolution 1979 zu einem strengen islamischen Regime, in dem Kritiker inhaftiert, gefoltert und in vielen Fällen auch hingerichtet wurden. Nahid Persson Sarvestani konnte nach Schweden flüchten. Mehr als 30 Jahre später möchte sie die Geschehnisse aufarbeiten und trifft fünf Mitstreiterinnen von damals, die in Europa Asyl bekommen haben. Das „WELTjournal+“ begleitet sie auf dieser sehr persönlichen Reise, bei der sie nun, Jahre später, auch mehr über das Schicksal ihres hingerichteten Bruders erfährt.

Die Sendungen sind auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) – vorbehaltlich vorhandener Online-Lizenzrechte – als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar.

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