Interpol-Konferenz in Salzburg

250 Experten beraten Maßnahmen zur Bekämpfung der internationalen Kriminalität.

Wien (OTS) - „Die wirksamste Waffe gegen internationale Kriminalität und Terrorismus ist ständiger polizeilicher Informationsaustausch“, sagte der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit Mag. Mag. (FH) Konrad Kogler am 16. Mai 2017 bei der Eröffnung der Interpol-Regionalkonferenz „European Regional Conference“ in St. Johann im Pongau, die bis 18. Mai dauert. An der Konferenz nehmen 250 Experten teil. Darunter Interpol-Präsident Meng Hongwei und Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock teil, weiters 170 Interpol-Delegierte aus 50 Mitgliedstaaten, Experten von Europol, Vertreter der Vereinten Nationen und der OSZE, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Teilnehmer aus Österreich sind weiters General Franz Lang, Direktor des Bundeskriminalamts, der stellvertretende Direktor des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung Mag. Wolfgang Zöhrer und Mag. Rudolf Groß, Leiter des Interpol-Büros im Bundeskriminalamt. 

Bei der Konferenz geht es um die Zusammenarbeit der Interpol-Mitgliedstaaten mit anderen Polizei- und Sicherheitsorganisationen in der Bewältigung der Migration sowie in Fragen der Bekämpfung der organisierten Kriminalität, von Cybercrime und Terrorismus. 

„Wir freuen uns sehr, dass Österreich Gastgeber dieser wichtigen Veranstaltung ist“, sagte Generaldirektor Kogler. „Der Datenaustausch hilft uns nicht nur beim Kampf gegen internationale Strukturen, sondern beschleunigt auch das Handeln der Exekutive.“ Täglich werden von Seiten des Bundeskriminalamts Hunderte Ermittlungsersuchen über Interpol abgewickelt, das schnelle Abgleichen stellt eine große Hilfe bei der Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität dar. In Österreich kann jede Polizistin und jeder Polizist mit nur einer Abfrage tagesaktuell auf alle relevanten internationalen Datenbanken zugreifen. Dadurch können verdächtige Personen rasch ausgeforscht werden. Österreich nimmt hier eine Vorreiterrolle ein. 

Die Regionalkonferenz von Interpol gilt als wichtiges Vernetzungstreffen und als größte Polizeikonferenz Europas. Die diesjährige Tagung ist die 45. Veranstaltung ihrer Art seit Bestehen von Interpol. Die Experten treffen sich erstmals in dieser Größe in Österreich. 

Interpol wurde 1923 in Wien als „Internationale Kriminalpolizeiliche Organisation“ in Wien gegründet. Ab 1946 wurde zunehmend das Kurzwort „Interpol“ verwendet; offiziell wurde diese Bezeichnung 1956. Mit 190 Mitgliedstaaten Interpol zu den bedeutendsten internationalen Organisationen. Bei Interpol sind derzeit vier Österreicher beschäftigt: Neben Elisabeth Neugebauer beim Vertretungsbüro der UN in New York sind dies Thomas Herko, Assistant Director beim Interpol Global Complex for Innovation in Singapur, Karl Lesjak, Koordinator im War Crimes and Genocide Sub-Directorate Police Services in Lyon, und Clemens Wechner, Assistant Director für die Kooperation mit europäischen Staaten in Lyon. 

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