Das war der europäische Aktionstag gegen Glyphosat – Über 100.000 Unterschriften gegen Glyphosat und für Reform der Pestizidzulassung

Tausende freiwillige HelferInnen und AktivistInnen waren in ganz Europa unterwegs

Wien (OTS) - Im Rahmen des europaweiten Aktionstages gegen Glyphosat am 13.Mai 2017 waren tausende Freiwillige in ganz Europa aktiv, um Unterschriften für ein Verbot des Totalherbizids Glyphosat und für eine Reform des Zulassungsverfahrens für Pestizide in Europa zu sammeln.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: zu den seit Beginn der europäischen Bürgerinitiative „STOP GLYPHOSAT“ gesammelten 700.000 Unterschriften kamen allein gestern über 100.000 neue Unterschriften hinzu. Alleine in Österreich haben sich mehr als 10.000 BürgerInnen entschlossen, ein Zeichen gegen rücksichtloses Profitdenken und für eine gesunde Umwelt zu setzen. Dieses Ergebnis ist ein kräftiges und klares Zeichen der europäischen Bevölkerung, die sich nicht mehr tatenlos die Abmachungen hinter verschlossenen Türen bieten lassen will. 

Erfolgreichste europäische Bürgerinitiative aller Zeiten

„STOP GLYPHOSAT“ ist schon jetzt die erfolgreichste europäische Bürgerinitiative aller Zeiten: Keine andere EBI konnten nach nur 4 Monaten schon 700.000 Unterschriften sammeln. Das Ziel, 1 Million Unterschriften zu sammeln, wird schon nach einem halben Jahr erreicht werden. Normalerweise bleibt einer EBI 1 Jahr Zeit, um Ihr Unterschriften-Ziel zu erreichen.

Dieser wichtige Beitrag der Zivilgesellschaft ist ein großer Erfolg im Kampf gegen die Pestizid-Industrie, welche für eine Wiederzulassung von Glyphosat kämpft. Glyphosat ist das am häufigsten eingesetzte Pestizid weltweit und ist in den Lebensmitteln von Millionen von Menschen nachzuweisen. Glyphosat birgt nicht nur große Gefahren für Tiere und Umwelt, sondern ebenfalls für die menschliche Gesundheit. Die krebserregende und hormonelle Wirkung bestätigen zahlreiche unabhängige Studien, werden jedoch von den europäischen Zulassungsbehörden nicht in der Entscheidung berücksichtigt. Glyphosat schädigt auch die wichtigsten Bestäuber der Pflanzenwelt, nämlich Bienen, Schmetterlinge und Hummeln – und deren Situation ist durch den allgemeinen wachsenden Pestizideinsatz, den Klimawandel und die zunehmende Bodenversiegelung ohnehin bereits stark gefährdet. 

Die BürgerInnen Europas fordern Gesundheit vor Konzern-Interessen

Im März 2015 wurde das Totalherbizid Glyphosat von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als wahrscheinlich krebserregend eingestuft - in Europa müssen Chemikalien, die bei Labortieren signifikant zu Krebs führen, allerdings verboten werden. Geleakte E-Mails haben mittlerweile bewiesen, dass Monsanto Studien bewusst falsch interpretiert hat und Wissenschaftler für entlastende Studien bezahlt hat.

Der Aktionstag mit seinem großartigen Erfolg des zivilgesellschaftlichen Engagements hat gezeigt, dass die Bürger Österreichs - und Europas – es nicht weiter zulassen wollen, dass das Profitdenken der Industrie vor ihre Gesundheit gestellt werden soll. GLOBAL 2000 fordert gemeinsam mit den Initiatoren der europäischen Bürgerinitiative „Stop Glyphosat“ das Verbot von Glyphosat und eine Überarbeitung des Zulassungssystems von Pestiziden mit mehr Tranparenz und Unabhängigkeit sowie verbindliche Reduktionsziele für den Pestizideinsatz in der EU.


Fotos des Aktionstags gegen Glyphosat aus Wien finden Sie hier: https://www.flickr.com/photos/global2000/  


Die europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat verlangt neben dem Verbot von Glyphosat auch Transparenz und Unabhängigkeit im Zulassungsverfahren für Pestizide sowie verbindliche Reduktionsziele für den Pestizideinsatz in der EU.  Teilnahme:  https://www.global2000.at/stop-glyphosat oder auf www.stopglyphosate.org



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