AK ist Nummer eins, wenn es um die Zukunft der Tiroler geht

Rede von Präsident Zangerl in der AK Vollversammlung (2): Sorgen betreffen Arbeitsplatz, Lebens- und Wohnkosten Umfrage zeigt:

Innsbruck (OTS) - Nicht nur bei den Konzepten für die Zukunft liegt die AK vorne, auch bei den unverzichtbaren Organisationen befindet sie sich im Spitzenfeld. Das zeigt, wie wichtig sie für die Menschen im Land ist. 

So zeigt die aktuelle AK Umfrage deutlich, dass nach Meinung der Tiroler die AK nicht nur bei der Frage nach den besten Ideen für die Zukunft an der Spitze liegt, sondern zudem zu den Organisationen zählt, auf die man nicht verzichten möchte. Auch das Wissen um die Mitgliedschaft ist groß – 82 Prozent ist bekannt, dass sie als Arbeitnehmer automatisch Mitglied sind. Groß ist auch die Akzeptanz dieser Mitgliedschaft. Sie ist sowohl bei den 16- bis 29-Jährigen mit 68 Prozent als auch bei den 30- bis 49-Jährigen mit 58 Prozent enorm hoch. Dies bestätigt einmal mehr, dass in einem immer schwieriger werdenden Arbeits- und Lebensumfeld die Leistungen einer Interessenvertretung für Arbeitnehmer überaus gefragt sind. 

Hohe persönliche Zufriedenheit. Trotz der Sorge um ihren Arbeitsplatz, der hohen Lebenshaltungs- und Wohnkosten sind die Tiroler überwiegend zufrieden mit ihrer Situation: Nicht weniger als 90 Prozent der Tirolerinnen und Tiroler sind mit der Lebenssituation im Land sehr zufrieden bzw. zufrieden. Die Lebenszufriedenheit ist damit gegenüber der Umfrage vom Vorjahr sogar um 1 Prozent gestiegen und bleibt konstant hoch. Lediglich 9 Prozent der Befragten geben an weniger zufrieden zu sein. In der Differenzialdiagnose zeigt sich, dass 39 Prozent der Frauen und 47 Prozent der Höher-Gebildeten sehr zufrieden sind. Regionsmäßig lassen sich keine eklatanten Unterschiede erkennen: Der Faktor „sehr zufrieden“ liegt in Innsbruck bei 38 Prozent, im Oberland bei 37 Prozent, im Unterland bei 33 Prozent und in Lienz/Osttirol bei 28 Prozent.

Nur wenig Dynamik. Weniger zufrieden sind die Tiroler hingegen mit der Reformdynamik im Land. Nur 3 Prozent der Befragten geben an, sehr große Dynamik zu erkennen, wenn es um das Umsetzen von Reformen geht, 71 Prozent sehen hingegen eine eher geringe bis absolut keine Dynamik. Auch die Zahl jener, die finden, in Tirol würden sich die Dinge überwiegend in die richtige Richtung bewegen, ist gesunken: Waren es im Jahr 2016 noch 23 Prozent, ist dieser Wert 2017 um drei Prozent gefallen. Von 54 Prozent wird der Weg, den Tirol geht, nur noch teilweise als richtig empfunden.

Themen, die bewegen. Interessante Ergebnisse lieferte die Frage, über welche Themen sich die Landespolitik in nächster Zeit vermehrt Gedanken machen sollte: Ganz vorne steht nach wie vor das Thema Transitverkehr (65 %), gefolgt von der Lösung der Flüchtlingsproblematik. Hier zeigt sich allerdings mit 65 Prozent eine deutliche Entspannung zum Vorjahr, wo dieser Wert noch bei 75 Prozent lag. Unverändert hoch sind die Werte bei den Themen Arbeit (65 %), Lebenshaltungskosten (64 %) und Wohnen (62 %).

Täglicher Kampf. Wenn es um die Auseinandersetzung mit den täglichen Lebens- und Arbeitsumständen in Tirol geht, liegen Familien an der Spitze, sprich, sie stehen am meisten unter Druck: Dies glauben 46 Prozent der Befragten. Unverändert hoch ist auch die Einschätzung, dass es Arbeiter (38 %) und Landwirte (37 %) in Tirol schwer haben, gefolgt von den Senioren (32 %). Hier hat sich die Einschätzung im Vergleich zum Vorjahr um 6 % verschlechtert, während man die Situation von Frauen (28 %) und Flüchtlingen (26 %) besser einschätzt als noch 2016.

Pensionskassen als zweites Standbein. In der aktuellen Pensionsdiskussion geht es auch um die Frage der Einrichtung von betrieblichen Pensionskassen. Diese werden von einigen Betrieben angeboten und sollen – neben der gesetzlichen Pension - zur finanziellen Absicherung im Alter dienen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen in diese betrieblichen Kassen Beiträge ein. 4 von 5 Berufstätigen sprechen sich in der aktuellen Umfrage dafür aus und halten betriebliche Pensionsvorsorge für sehr sinnvoll (32 %) bzw. sinnvoll (41 %). Lediglich 15 Prozent sind diesbezüglich skeptisch und nur 5 Prozent halten eine solche Maßnahme für überhaupt nicht sinnvoll. Vor allem in den Gruppen der 16- bis 29-Jährigen (80 %) und 30- bis 49-Jährigen (78 %) sind die Werte sehr hoch.

Wem die Bürger vertrauen. Auch wenn die Arbeiterkammer in den letzten Monaten vermehrt Angriffen und Unterstellungen ausgesetzt war, wissen die Tiroler Arbeitnehmer, was sie an ihr haben: Die Tiroler Arbeiterkammer liegt unangefochten an der Spitze, wenn es um Zukunftsvisionen und Ideen für eine positive Entwicklung Tirols geht. Dies sagen 32 Prozent der Befragten und bestätigen damit das Ergebnis der Umfrage vom Vorjahr. Die Arbeit der Tiroler Landesregierung (26 %) und der ÖVP (26 %) wurde annähernd gleich gesehen wie 2016, als der Ideenreichtum der Landesregierung mit 28 Prozent, jener der ÖVP mit 24 Prozent bewertet wurde. Am wenigsten vertrauen die Tiroler auf die Zukunftskonzepte von Industriellenvereinigung und den NEOS, deren ständiger Ruf nach einer Beschneidung der Kammern und Aushöhlung der Arbeitnehmerrechte abgestraft wird.

Wie befragt wurde. Die Umfrage wurde im Auftrag der Arbeiterkammer Tirol im Zeitraum vom 18. bis 28. April 2017 unter 400 Tirolerinnen und Tirolern ab 16 Jahren vom market Institut durchgeführt. Die statistische Schwankungsbreite beträgt plus/minus fünf Prozent. Ziel der regelmäßigen Umfrage unter der Gesamtheit der Bevölkerung ist die fortlaufende Abfrage grundlegender Stimmungsparameter in Tirol.

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