Pflegepaket: LHStv.in Beate Prettner enttäuscht von unverantwortlichem Nein des schwarz-blauen Gemeindebundes

Trotz finanziellen Entgegenkommens durch LHStv.in Prettner blockieren ÖVP- und FPÖ-Bürgermeister verbesserten Pflegeschlüssel.

Klagenfurt (OTS) -  „Ich verstehe Ihre Forderungen, ich unterstütze Ihre Forderungen und ich habe Ihre Forderungen erfüllt“! Mit diesen Worten stellte sich heute LHStv.in Beate Prettner jenen Demonstranten, die beim gewerkschaftlichen Protestmarsch für die Umsetzung der Heimverordnung vor die Landesregierung zogen. Die Gesundheitsreferentin will den Pflegeschlüssel senken, d. h. die Zahl der Pflegemitarbeiter erhöhen und zusätzlich in jedem Heim eine Animationskraft einsetzen. „Ich bin startklar! Ich habe in meinem Bereich die Gelder so umgeschichtet, dass die Finanzierung dieses großen Pflegepaketes gesichert ist. Das hatte für mich immer Priorität.“

Der Gemeindebund, der 50 Prozent der Kosten zu tragen hat, ist allerdings anderer Meinung – er lehnte heute das Pflegepaket bei seiner Vorstandssitzung mit sechs zu sechs Stimmen ab. Über das Ergebnis, das unmittelbar nach dem Protestmarsch bekannt wurde, zeigte sich Prettner „schockiert, verärgert und schwer enttäuscht“. Zugestimmt hat die gesamte SPÖ-Fraktion. Abgelehnt wurde es von allen anwesenden ÖVP-und FPÖ-Bürgermeistern.  „Die Ablehnung der ÖVP- und FPÖ-Fraktionen ist in keiner Weise nachvollziehbar. Die Bürgermeister kennen die Situation in den Heimen, sie kritisieren sie auch lautstark, blockieren aber jede Lösung“, ortet Prettner mittlerweile ein politisches und vor allem vernunftbefreites Taktieren. „Noch unverständlicher wird das Nein von ÖVP und FPÖ durch die Tatsache, dass ich den Gemeinden heute ein weiteres finanzielles Zuckerl, nämlich eine Entlastung auf dem Gebiet der Jugendwohlfahrt, angeboten habe“, so die Gesundheitsreferentin.  Auf Forderungen, wie sie heute ÖVP-Fraktionsführer Martin Gruber laut werden ließ, nämlich eine 100-prozentige Übernahme der Kosten durch das Land, will Prettner „ob der Skurrilität nicht eingehen“.

Vielmehr fordert Prettner den Gemeindebund dezidiert auf, seine Blockadepolitik aufzugeben – und seinen kritischen Worten endlich auch konstruktive Taten folgen zu lassen: „Es geht immerhin um den würdevollen und wertvollen Umgang mit jenen Menschen, die auf die Unterstützung und Hilfe andere angewiesen sind. Das ist das Mindeste und muss das Selbstverständlichste sein, zu dem unsere Gesellschaft verpflichtet ist“, so Prettner. Irgendwelche Scharmützel auf dem Rücken von Pflegedürftigen und Pflegemitarbeitern auszutragen, sei unanständig.

Ausdrücklichen Dank sprach LHStv.in Prettner  den Pflegekräften aus: „Sie leisten tagtäglich unglaubliche Arbeit. Sie sind es, die das Pflegewesen mit ihrem Engagement und ihrer Tatkraft aufrechterhalten.“

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