„Orientierung“ am 14. Mai: Papst Franziskus in Fatima – Heiligsprechung zweier Seherkinder

Wien (OTS) - Christoph Riedl-Daser präsentiert im ORF-Religionsmagazin „Orientierung“ am Sonntag, dem 14. Mai 2017, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Franziskus in Fatima: Heiligsprechung zweier Seherkinder

Vor 100 Jahren – am 13. Mai 1917 – soll drei Hirtenkindern in Fatima die Muttergottes erstmals erschienen sein. Damals war der Ort ein kleines Bauerndorf, heute ist die Stadt in Portugal einer der wichtigsten Wallfahrtsorte der römisch-katholischen Kirche. Anlässlich dieses Jubiläums wird Papst Franziskus in Fatima erwartet. Am kommenden Samstag wird er die Seherkinder Francisco (1908–1919) und Jacinta Marto (1910–1920) heiligsprechen. Für die dritte Seherin, Lucia dos Santos (1907–2005), läuft derzeit noch das Seligsprechungsverfahren. An der Papstmesse nehmen voraussichtlich 2.000 Priester, rund 80 Kardinäle und insgesamt bis zu eine Million Gläubige teil. Im Vorfeld seiner Reise hat Papst Franziskus angekündigt, dass er in Fatima „das zeitliche und ewige Schicksal der Menschheit“ der Gottesmutter anvertrauen wolle. Katholische Gläubige rief er dazu auf, sich im Gebet als „Pilger der Hoffnung und des Friedens“ anzuschließen. Bericht: Josef Manola.

ORF 2 überträgt den Papstgottesdienst aus Fatima am 13. Mai im Rahmen einer Sondersendung live. Ab 9.55 Uhr kommentiert Christoph Riedl-Daser im ORF-Papststudio gemeinsam mit dem Religionssoziologen Prof. Paul M. Zulehner die Feierlichkeiten – zugeschaltet aus Fatima ist ORF-Korrespondent Josef Manola. Nach Christian Rathners aktueller Reportage „100 Jahre Fatima“ über die Erscheinungen von Fatima und die weitere Entwicklung zu einem der größten Marienwallfahrtsorte der Welt beginnt um 10.15 Uhr die Live-Übertragung des Gottesdienstes aus der Basilika in Fatima.

Rosenkränze für den Frieden

Die Friedensbotschaft von Fatima steht im Mittelpunkt des „Rosenkranz-Sühnekreuzzuges“, einer Gebetsgemeinschaft „für Kirche und Welt“. Unter dem Namen „Ewige Rosenkranz-Gemeinschaft“ wurde die Initiative vor 70 Jahren, am 2. Februar 1927, vom Wiener Franziskanerpater Petrus Pavlicek ins Leben gerufen. Die Gemeinschaft ist bis heute aktiv und vereint etwa eine halbe Million Mitglieder in 136 Ländern. Auch hochrangige Politiker wie Leopold Figl oder Julius Raab waren einst dabei, als die katholischen Beterinnen und Beter für die Befreiung Österreichs von den Besatzungstruppen der Alliierten auf die Straße gingen. Als der Staatsvertrag unterzeichnet war, weitete sich der Blick über die Grenzen Österreichs hinaus. Man betete für Frieden in der Welt und – auch hierin inspiriert von Fatima – für ein Ende der atheistisch-kommunistischen Regime in Osteuropa. Der „Rosenkranz-Sühnekreuzzug“ folgt einer jahrhundertealten katholischen Tradition, in Zeiten der Not vor allem die Muttergottes um Hilfe zu bitten. Bericht: Christian Rathner.

Brasilien: Kirche besorgt wegen Konflikten um Land

Es sind brutale Konflikte um Landbesitz, die in Brasilien immer wieder für gewalttätige Auseinandersetzungen sorgen: 61 Kleinbauern, Indigene und Landlose seien etwa im vergangenen Jahr ermordet worden, die Fälle von Vertreibungen von Kleinbauern seien um 232 Prozent gestiegen, berichtet die katholische Landpastoral „Comissão Pastoral da Terra (CPT)“. Die römisch-katholische Kirche steht mit ihrer Landpastoral an der Seite der Landlosen, befürwortet die Besetzungen des brachliegenden Agrarlandes, das dem Staat gehört, aber hundertfach von Großgrundbesitzern oder Minenbetreibern unrechtmäßig angeeignet wurde. „Das Land denen, die es bebauen“, so der Appell der katholischen Kirche. Jane Cleide Silva Souza, die zuständige Staatsanwältin, kritisiert die neue brasilianische Regierung unter Präsident Michel Temer. Seit diese im Amt ist, würde schamlos Politik für Großgrundbesitzer gemacht, das Ministerium für Agrarreform wurde abgeschafft. Sie fürchtet, dass die Landkonflikte noch schärfer werden, gerade im Umfeld riesiger Vorkommen wertvoller Mineralien. Ein Team der „Orientierung“ hat in Nordbrasilien, vor den Toren von Carajás, der größten Eisenerzmine der Welt, einen Anwalt und Mitarbeiter der Landpastorale in Lager von Landlosen begleitet. Bericht: Detlef Urban.

Junge Fragen: „Tag des Lehrlings“ im Stift Heiligenkreuz

Jugendliche und junge Erwachsene mehr in den Blick nehmen – das ist das Ziel einer Weltbischofssynode, die Papst Franziskus für Oktober 2018 einberufen hat. „Wenn wir wollen, dass in der Gesellschaft oder in der Gemeinschaft der Christen etwas Neues geschieht, müssen wir Raum schaffen, damit neue Menschen handeln können“, heißt es im Vorfeld der Versammlung. Mittels eines Onlinefragebogens will man Jugendliche als Protagonisten ernstnehmen und Inspiration für neue Ideen erhalten, die Umfrage soll demnächst starten. Über welche Themen würden Jugendliche gerne mit Verantwortlichen in der römisch-katholischen Kirche sprechen? Ein Team der „Orientierung“ hat sich beim „Tag des Lehrlings“ umgehört. Dieser wird von der Erzdiözese Wien und der Diözese Eisenstadt veranstaltet und hat heuer im Stift Heiligenkreuz Station gemacht. Bericht: Marcus Marschalek, Mitarbeit: Haydar Al Diwani.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.

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