„dokFilm“-Premiere „Future Baby“ am Muttertag: Aufsehenerregende Doku über Reproduktionsmedizin

Am Sonntag, 14. Mai, um 23.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Einen Blick in die Zukunft der menschlichen Fortpflanzung wirft der „dokFilm“ am Muttertag, Sonntag, dem 14. Mai, um 23.05 Uhr in ORF 2, mit der TV-Premiere des Kinodokumentarfilms „Future Baby“. Die vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierte Produktion beleuchtet das komplexe Feld der Reproduktionsmedizin aus unterschiedlichen Perspektiven. Filmemacherin Maria Arlamovsky hat sich drei Jahre lang mit möglichen futuristischen Szenarien menschlichen Lebens auseinandergesetzt, die zum Teil längst Gegenwart sind. Ihr Film liefert eine ebenso unheimliche wie informative – und nicht zuletzt bildgewaltige – Bestandsaufnahmen, verbunden mit der Frage: Wie weit wollen wir gehen?

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„Future Baby“ ist ein aufsehenerregender Dokumentarfilm über das komplexe Feld medizinisch-technisierter Geburtenkontrolle: Rund um den Globus besucht Regisseurin Maria Arlamovsky darin Mediziner/innen, Wissenschafter/innen und Techniker/innen in Kliniken und sterilen Laboratorien, begleitet Paare mit Kinderwunsch, Eizellenspenderinnen und Leihmütter zu Untersuchungen und Eingriffen. Sie lässt Befürworter/innen und Skeptiker/innen zu Wort kommen und spricht mit der ersten Generation künstlich gezeugter Kinder.

Dabei entwirft sie ein besorgniserregendes Szenario: Was ursprünglich dafür gedacht war, den Kinderwunsch unfruchtbarer Paare zu erfüllen, hat sich längst zu einem lukrativen Wirtschaftssektor entwickelt. Damit wird nicht nur ein durchaus menschliches Bedürfnis nach „Risikovorsorge“ bedient, sondern es verleiht einem Kind eine Art Warencharakter. Das Wunschbaby ist nicht Ergebnis der Liebe zweier Menschen, es ist das Produkt eines Designprozesses.
Biologische Uhren werden zurückgedreht, menschliche „Brutkästen“ eingekauft, Körper gezielt „verbessert“, unerwünschte Merkmale aussortiert. Kontrollphantasmen, Weiblichkeit und Elternschaft werden neu definiert – vor allem aber werfen sie die dringliche Frage auf, was mit unseren neuen Vorstellungen von einem lebensfähigen, „gesunden“ Körper geschieht: Darf ein Individuum existieren, das die propagierten Schönheits- und Gesundheitsideale nicht erfüllt? Was bedeutet es für unsere zukünftige Gesellschaft, wenn sich biologische Grenzen auflösen und sich Technik in den Ursprung des Lebens – das „Wunder der Natur“ – einschreibt?

„Future Baby“ zeigt die Ambivalenz der revolutionären Technologien und Verfahren, deren Konsequenzen wie auch ethische und juristische Grenzen (noch) nicht eindeutig sind und heftig debattiert werden: Wie weit soll und darf die Natur manipuliert werden?

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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