Mikl-Leitner und Stadler: Intensive Zusammenarbeit zwischen Land und Landeshauptstadt

Vereinbarung über Kultur-, Bildungs- und Wirtschaftsthemen

St. Pölten (OTS/NLK) - Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bürgermeister Matthias Stadler haben heute, Donnerstag, im Zuge einer Pressekonferenz im NÖ Landhaus mehrere Schwerpunkte der Zusammenarbeit zwischen dem Land und der Landeshauptstadt präsentiert. Die Vereinbarung betrifft vor allem die Bereiche Kultur, Bildung und Wirtschaft.

Die Landeshauptfrau erinnerte in ihrer Stellungnahme zunächst an die Landeshauptstadt-Entscheidung vor 31 Jahren. Seitdem seien über drei Milliarden Euro investiert worden, etwa in das Regierungsviertel, den Kulturbezirk, das Landesklinikum oder auch in das Fußballstadion. Ein wesentliches Element dieses Aufschwunges sei die enge Partnerschaft zwischen dem Land und der Landeshauptstadt gewesen, betonte Mikl-Leitner: „Dieses Miteinander ist mir persönlich ein großes Anliegen.“

Mit der heute präsentierten Vereinbarung wolle man daher auch ein „klares Bekenntnis dazu ablegen, diese Zusammenarbeit noch zu verstärken“ und dazu auch konkrete Maßnahmen vorstellen, so die Landeshauptfrau. Einen ersten Schwerpunkt bildet dabei der Kulturbereich. So seien in den letzten Jahrzehnten in St. Pölten großartige Kulturbetriebe geschaffen worden, im Jahr 2016 seien zu 481 Veranstaltungen rund 170.000 Gäste gekommen. Nun sei vereinbart worden, dass sich die Landeshauptstadt mit 30 Prozent an den Kosten des Landestheaters beteiligen werde. Demnach wird die Stadt St. Pölten 1,35 Millionen Euro bereitstellen. Mikl-Leitner dazu: „Das Landestheater zählt über 100 Mitarbeiter und über 40.000 Besucherinnen und Besucher und ist damit ein wichtiges Aushängeschild.“ Weiters wurde vereinbart, dass die Stadt St. Pölten ab 1. Jänner 2018 ihren Beitrag zum Festspielhaus für die Dauer von fünf Jahren von 320.000 Euro auf 400.000 Euro aufstocken wird.

„Die Fachhochschule St. Pölten spielt im Fachhochschulwesen in Niederösterreich eine ganz zentrale Rolle“, sprach die Landeshauptfrau einen weiteren Bereich an. Seitens des Landes wird die FH jährlich mit 1,5 Millionen Euro gefördert und es werden auch die Kosten für den nichtmedizinischen Ausbildungsbereich (4,7 Millionen Euro pro Jahr) übernommen. Nun wird die Zusammenarbeit neu geregelt, kündigte Mikl-Leitner an: „Das Land Niederösterreich wird sich mit 26 Prozent an der Fachhochschule beteiligen.“ Damit werde auch eine bessere Koordination der Schwerpunktsetzung im niederösterreichischen Fachhochschulwesen ermöglicht, betonte sie. Außerdem werde sich das Land an der Erweiterung der FH im baulichen Bereich beteiligen, insgesamt 5,4 Millionen Euro werden für den Zubau bereitgestellt.

Im wirtschaftlichen Bereich habe man sich verständigt, dass die ecoplus eine Evaluierung vornehmen werde, dabei gehe es darum, „ob es Sinn macht, dass die ecoplus ihr Tätigkeitsfeld auf die Stadt St. Pölten ausweitet“, so Mikl-Leitner, die auch betonte: „Ich freue mich auf eine intensive Zusammenarbeit zum Wohle der Landeshauptstadt und des gesamten Landes.“

Auch Bürgermeister Stadler betonte die gute Zusammenarbeit. Mit den Beiträgen der Stadt im Bereich der Kultur wolle man „als Stadt unterstreichen, dass wir zu all den Kulturinstitutionen stehen und unseren Beitrag leisten wollen“. Die Fachhochschule St. Pölten entwickle sich eklatant, unterstrich er hier die Bedeutung des nächsten Ausbauschrittes.
„Die Stadt St. Pölten wächst“, betonte Stadler, und deshalb habe man auch ein Infrastrukturpaket geschnürt. So wolle man etwa das Veranstaltungszentrum ausbauen. „Der Eingangsbereich wird neu gestaltet, das Land Niederösterreich wird dazu einen Beitrag von 700.000 Euro leisten“, informierte er dazu. Die Neugestaltung des Domplatzes wird seitens des Landes mit 1,9 Millionen Euro unterstützt werden, für die Sanierung des „Citysplash“ erhält die Stadt 1,4 Millionen Euro an Förderung. Aus dem Topf für die ehemals im Haus 17A angesiedelte Landesakademie werden der Stadt St. Pölten 1,4 Millionen Euro refundiert.

Die geplante Studie der ecoplus habe in der Hauptstadtentwicklung eine besondere Bedeutung, „um die Landeshauptstadt und den Zentralraum wirtschaftlich zu stärken“.

Die Vereinbarung zwischen dem Land und der Landeshauptstadt sehe nun auch vor, dass die Stadt ab 2018 auch Mittel aus den Bedarfszuweisungen bekommen könne, sprach Stadler einen weiteren Punkt an. Die Stadt wird ab 2018 in drei Raten 3,5 Millionen Euro für verschiedene Maßnahmen erhalten. Stadler dazu: „Wir wollen eine Arbeitsgruppe einsetzen, die sich mit den Projekten für die nächsten Jahre beschäftigt, wo wir die Mittel der Bedarfszuweisungen in Anspruch nehmen wollen.“

Abschließend bedankte sich Stadler „dafür, dass wir dieses große Paket schnüren konnten“, er orte „ein großes Entgegenkommen auf beiden Seiten“ und einen „wichtigen Schritt“ der guten Zusammenarbeit.

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