Parlamentarische Bürgerinitiative fordert konkreten Fahrplan zum Ausstieg aus Tierversuchen

Wien (OTS) - Der Internationale Bund der Tierversuchsgegner (IBT) hat eine parlamentarische Bürgerinitiative gestartet, mit der der Nationalrat ersucht wird, einen verbindlichen Fahrplan zum Umstieg auf tierversuchsfreie Methoden zu beschließen, um endlich eine Reduzierung der Tierversuche zu erreichen.

„Denn in Österreich steigt die Anzahl der Versuchstiere seit dem Jahre 2000 kontinuierlich an, obwohl das Tierversuchsgesetz „die Vermeidung und Verminderung der Verwendung von Tieren in Tierversuchen“ und „die Förderung von Ersatzmethoden für Tierversuche“ dezidiert vorschreibt“, so Gerda Matias, Präsidentin des „Internationalen Bundes der Tierversuchsgegner“ (IBT) und Erstunterzeichnerin der parlamentarische Bürgerinitiative. 

Die TierversuchsgegnerInnen fordern, dass – wie jüngst in den Niederlanden – auch für Österreich ein Strategiepapier zum Umstieg auf tierversuchsfreie Forschung, Testung und Ausbildung bzw. eines verbindlichen Fahrplans zum Ausstieg aus der tierexperimentellen Forschung, Testung und Ausbildung erstellt wird. Für die jeweiligen Bereiche – wie etwa für die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsprüfungen, Grundlagenforschung, angewandte Forschung, Lehre, Ausbildung – sollen konkrete Maßnahmen definiert werden, die innerhalb bestimmter Fristen umzusetzen sind. 

Die TierversuchsgegnerInnen sind überzeugt, dass ein verbindlicher Fahrplan für den Ausstieg aus dem System Tierversuch – mit konkreten Zeitvorgaben und Maßnahmen für die unterschiedlichen Bereiche – begleitet von der finanziellen und ideellen Förderung, der Entwicklung und Anwendung von tierversuchsfreien Methoden, das geeignete Instrumentarium ist, mit dem endlich eine massive Reduzierung der Anzahl der Versuchstiere erreicht werden kann.

Damit die parlamentarische Bürgerinitiative vom Nationalrat in Behandlung genommen wird, muss sie von mindestens 500 wahlberechtigten, österreichischen StaatsbürgerInnen unterstützt werden. Das erforderliche Formular für die Unterstützungserklärungen kann im IBT-Büro unter 01/713 08 23 angefordert werden bzw. ist auch über die Webseite des IBT www.tierversuchsgegner.at direkt abrufbar.

Rückfragen & Kontakt:

Gerda Matias, Präsidentin des IBT,
Mobil: 0676/600 30 47, www.tierversuchsgegner.at

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