„matinee“ am Muttertag: Porträt „Vier Frauen und ihr Instrument“ und Doku über Pianist Paul Wittgenstein

Außerdem: „Die Kulturwoche“

Wien (OTS) - Zum Muttertag präsentiert die ORF-2-„matinee“ am Sonntag, dem 14. Mai 2017, das Filmporträt „Vier Frauen und ein Instrument“ (10.00 Uhr) über die Cellistinnen des Quartetts eXtracello. Zuvor würdigt Michael Beyers Dokumentation „Alles in einer Hand – Der Pianist Paul Wittgenstein“ (9.05 Uhr) den Musiker anlässlich seines 130. Geburtstags (am 11. Mai). Zum Abschluss des von Clarissa Stadler präsentierten ORF-Kulturvormittags bringt „Die Kulturwoche“ (10.30 Uhr) Berichte und Tipps zum aktuellen kulturellen Geschehen.

„Alles in einer Hand – Der Pianist Paul Wittgenstein“ (9.05 Uhr)

Am 11. Mai jährt sich der Geburtstag von Paul Wittgenstein zum 130. Mal. Der österreichische Pianist entstammte einer reichen Wiener Industriellenfamilie und war der ältere Bruder des berühmten Philosophen Ludwig Wittgenstein. Im Ersten Weltkrieg verlor Paul seinen rechten Arm und setzte trotzdem seine Musikerkarriere fort. Der Film von Michael Beyer erzählt die lebensbejahende Geschichte des Künstlers und sucht seine Spuren in Wien und New York.

Paul Wittgensteins Vater Karl war der millionenschwere „Eisenkönig“ Österreichs, in dessen Haus auch die kulturellen Größen Wiens verkehrten: Johannes Brahms, Gustav Klimt, Bruno Walter, Gustav Mahler. Dem väterlichen Zwang zur industriellen Karriere entzogen sich die drei älteren Brüder durch Selbstmord, nur Paul und Ludwig durften schließlich über ihre Berufswahl selbst entscheiden. Bald nach seinem erfolgreichen Start als Konzertpianist musste Paul in den Ersten Weltkrieg einrücken, wurde verwundet und verlor seinen rechten Arm. Noch in der russischen Kriegsgefangenschaft beschloss er mit eiserner Disziplin seine Pianisten-Karriere allein mit der linken Hand fortzusetzen. Fast scheiterte dieses Vorhaben am kaum vorhandenen Repertoire, doch Wittgenstein konnte dank seines reichen Erbes Aufträge an die berühmtesten Komponisten seiner Zeit vergeben. Mit den neuen Stücken begeisterte er in sämtlichen Musikzentren der Welt Publikum wie Kritik.
Nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 an Nazi-Deutschland verlor Paul Wittgenstein seine Anstellung am Wiener Konservatorium und wanderte mit Frau und Kindern nach Amerika aus. In New York baute er sich eine neue Existenz als Pianist und Lehrer auf und starb dort im März 1961 als hochgeschätzte und anerkannte Persönlichkeit.
Wittgensteins Lebensgeschichte, so tragisch sie zunächst anmuten mag, ist eine sehr lebensbejahende Biografie. Sie erzählt die Geschichte eines Mannes, der sich scheinbar unüberwindlichen Schwierigkeiten entgegenstellte und sie mit eisernem Willen bewältigte.

„Vier Frauen und ein Instrument“ (10.00 Uhr)

Die Liebe zur Musik und ihr Cello: Das verbindet Edda Breit, Melissa Coleman, Margarethe Deppe und Gudula Urban. Gemeinsam bilden die vier Topmusikerinnen das Ensemble eXtracello.
Ob klassisch oder populär, experimentell oder „swinging“: Das Repertoire der musikalischen Ladys ist grenzenlos. Bei ihren Auftritten spielen die vier Cellistinnen klassische Stücke, schräge Eigenkompositionen sowie eigene Arrangements bekannter Werke. Bach hat genauso Platz wie Laurie Anderson, die Rolling Stones oder Antônio Carlos Jobim.
Der Erfahrungsschatz ist reich, die Experimentierfreudigkeit groß. Virtuos verbinden die vier Vollprofis unterschiedliche Zugangsweisen, manchmal stoßen kongeniale Künstler wie die Jazzgröße Karl Ratzer zum Damen-Streichquartett. Eines kommt dabei nie zu kurz: der Spaß am Zusammenspiel.
Ein Film von Margarita Pribyl.

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