Nano-Satellit der FH Wiener Neustadt fliegt im Sommer ins All

Bohuslav, Schneeberger: Das Weltall öffnet NÖ Firmen viele Chancen

St. Pölten (OTS/NLK) - Der neue Nano-Satellit Pegasus, der u. a. von der Fachhochschule Wiener Neustadt entwickelt wurde und die Thermosphäre erforschen soll, stand am heutigen Mittwoch im Zentrum einer Pressekonferenz in Wiener Neustadt. Landesrätin Dr. Petra Bohuslav, Bürgermeister Mag. Klaus Schneeberger, Mag. Josef Wiesler, Geschäftsführer der FH Wiener Neustadt, Dr. Carsten Scharlemann, Studiengangsleiter „Aerospace Engineering“ an der FH Wiener Neustadt und DI (FH) Helmut Loibl, Geschäftsführer der FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH, informierten über das europäische Projekt und stellten sich aktuellen Fragen.

Durch das hohe Engagement aller Beteiligten werde der Technologie-Standort Wiener Neustadt auch international zunehmend als Hotspot für Luft- und Raumfahrt wahrgenommen, meinte Bohuslav. Arbeitsplätze würden geschaffen, Forschung betrieben und junge Talente an der Fachhochschule Wiener Neustadt ausgebildet. Solche Fakten würden nicht nur die Region Wiener Neustadt attraktiver machen, sondern seien auch für den gesamten Technologie-Standort Niederösterreich von großer Bedeutung, freute sich die Landesrätin. Wiener Neustadt gelte zu Recht als Wiege der heimischen Luftfahrt, führte sie weiter aus. Aufgrund dieser Entwicklung könne Niederösterreich auf Augenhöhe mit internationalen Partnern verhandeln. Auch Unternehmen wie Diamond Aircraft und Schiebel etc. würden dem Technopol Wiener Neustadt einen fixen Platz in der internationalen Forschungscommunity einbringen. Die Luft- und Raumfahrttechnologie sei ein gutes Thema, um junge Menschen für Wissenschaft und Forschung zu begeistern. Das Land habe gemeinsam mit Partnern im Laufe der letzten drei Jahre rund sechs Millionen Euro in die Infrastruktur der Luft- und Raumfahrttechnologie in Niederösterreich investiert, hob sie hervor.

Die Fachhochschule Wiener Neustadt werde mit diesem Projekt ihrem Ruf gerecht, auch wissenschaftlich fundiert zu arbeiten, so Schneeberger. Die wissenschaftliche Qualifikation aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die praxis- wie auch zukunftsorientierte Ausbildung an der Fachhochschule Wiener Neustadt und auch die Erfahrungen mit den europäischen Kooperationen würden die höchsten internationalen Qualitätsstandards erfüllen, meinte der Bürgermeister. Er sprach allen beteiligten Personen Respekt, Dank und Anerkennung aus, weiters sicherte er der Fachhochschule Wiener Neustadt seine Unterstützung zu.

Es sei sehr positiv, dass die letzten drei Jahre intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit unseres Studiengangs „Aerospace Engineering“ „Früchte“ trage, sagte Wiesler, Geschäftsführer der FH Wiener Neustadt. Studierende wie auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Master-Programms hätten unermüdlich daran gearbeitet und wesentlich dazu beigetragen, dass nun schon bald unser hochmoderner Satellit die Erde umkreisen werde, so der Geschäftsführer.

Mit diesem Projekt unterstreiche die Fachhochschule Wiener Neustadt ihre starke Position als innovative wie auch praxisorientierte Hochschule, so Scharlemann, Studiengangsleiter von „Aerospace Engineering“. Mit seinen knapp zwei Kilogramm sei Pegasus zwar ein kleiner Satellit, dennoch weise er dieselbe Komplexität wie tonnenschwere Exemplare auf, meinte Scharlemann. „Wir erwarten uns wertvolle Erkenntnisse über die Funktionalität der hergestellten Hardware im Orbit“, betonte Loibl, Geschäftsführer der FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH.

Nach Jahren intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit werden im Rahmen des europäischen Projektes QB50 Nano-Satelliten in den Orbit befördert, um dort die Thermosphäre zu erforschen. Neben dem Kernteam der Fachhochschule Wiener Neustadt und der Forschungstochter FOTEC waren auch das Space Team der TU Wien wie auch die Space Tech Group an der Entwicklung von Pegasus beteiligt.

Nähere Informationen: Büro LR Bohuslav, Christoph Fuchs, Telefon 02742/9005-12322, e-mail c.fuchs@noel.gv.at.

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