Parlament: Ledl-Rossmann eröffnet Ausstellung von Margret Schiestl

Künstlerin wurde mit "Tiroler Adlerin" bekannt

Wien (PK) - Margret Schiestl passt nicht gut in eine Schublade. Nach ihrem Pädagogikstudium war sie zunächst lange Jahre als Lehrerin tätig, bevor sie, nach einer intensiven künstlerischen Ausbildung, im Jahr 2003 ihr eigenes Atelier eröffnete. 2010 wurde sie, als erste Frau und bisher älteste Preisträgerin, mit dem Tiroler Jungunternehmerpreis in der Kategorie "Moderne Tradition" ausgezeichnet. Dazwischen hat sie mit der "Tiroler Adlerin" nicht nur ein einprägsames Symbol geschaffen, sondern auch ein eigenes Modelabel gegründet. Ein Adler mit Brüsten statt mit stolzgeschwellter Brust, an den Füßen High Heels, die Flügelspitzen zu Fäusten geballt, eine Krone auf dem Kopf und eine äußerst spitze Zunge - das ist das Markenzeichen der Künstlerin, die mit ihrer Modekollektion nicht nur auf Individualität, sondern auch auf Regionalität und Handwerk setzt.

Bei der heutigen Vernissage im Parlament stand Schiestl allerdings nicht als Modedesignerin sondern als Malerin im Rampenlicht. Bundesratspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann eröffnete im so genannten Salon des Bundesrats eine Ausstellung mit neuen Werken der Künstlerin. "Gewagte Linien" heißt die Schau, in der Schiestl Bilder mit vielen Grautönen und sparsam, aber bewusst gesetzten Farbakzenten zeigt.

Immer wieder fließen Tagesereignisse oder alltägliche Dinge in ihre Werke ein, etwa ein Glas Milch oder ein banaler Fernsehabend, wie Luise Kloos, Bildende Künstlerin und Kunstprofessorin, in ihren Worten zur Ausstellung schilderte. Dinge, die für Schiestl plötzlich Bedeutung bekommen. Schiestl gehe, so Kloos, mit großer Energie ans Werk, sie habe nicht eine Leinwand vor sich, sondern gleich sechs, sie schütte, kratze, male, gehe weg, kehre zurück und sei dabei tief im Geschehen drinnen. Geprägt ist Schiestl auch von ihrer Kindheit und Jugend in einer bergbäuerlichen Großfamilie.

Ledl-Rossmann, die zur Vernissage unter anderem Zweiten Nationalratspräsidenten Karlheinz Kopf, Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter und ÖVP-Abgeordnete Maria Fekter begrüßen konnte, wies auf die Tradition im Bundesrat hin, im Rahmen der halbjährigen Präsidentschaft eine Künstlerin oder einen Künstler aus dem jeweiligen Bundesland vorzustellen. Sie habe nicht lange überlegen müssen und sei von der Geschichte der "Tiroler Adlerin" begeistert. Schiestl habe eine Marke geschaffen, die zum Erfolgsrezept geworden sei.

Geboren wurde Margret Schiestl 1951 in Hippach, im Tiroler Zillertal. Dort eröffnete sie 2003 nach ihrer künstlerischen Ausbildung in Malerei, Zeichnung, Bildhauerei und Serigrafie, unter anderem bei Markus Lüpertz und Gerda Fassel, auch ihr erstes Atelier. Die "Tiroler Adlerin", die sie zu ihrem Modelabel inspirierte, entstand 2007. Schiestl ist auch Gründungsmitglied und aktives Mitglied der internationalen Künstlergruppe Breitengrad. Die Ausstellung "Gewagte Linien" ist für Besucherinnen und Besucher des Parlaments noch bis Ende Juni zu sehen, kurz danach wird das Parlament in das Ausweichquartier in die Hofburg übersiedeln. (Schluss) gs

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