Feichtinger: Umweltausschuss empfiehlt Ratifizierung der UN-Quecksilberkonvention

Wien (OTS/SK) - Österreich wird die UN-Quecksilberkonvention ratifizieren. Das nach dem japanischen Ort Minamata benannte Abkommen verbietet den Vertragsstaaten, neue Quecksilberminen zu eröffnen, und schränkt die Verwendung in der Industrie stark ein; zudem ist es ab 2020 verboten, quecksilberhaltige Produkte, z.B. Leuchtmittel oder Thermometer mit Quecksilber, zu produzieren und zu verkaufen. Der Umweltausschuss des Nationalrats hat heute, Dienstag, die Konvention diskutiert und zur Ratifizierung empfohlen. Das Abkommen wird kommende Woche im Plenum vom Nationalrat ratifiziert. ****

SPÖ-Umweltsprecher Klaus Feichtinger betont, dass Europa schon heute sehr strenge Regeln habe, wichtig sei allerdings auch, das Problem weltweit in den Griff zu bekommen. Denn Quecksilber kann sich sehr weiträumig ausbreiten, über Luft und Wasser, über Pflanzen und Tiere.

Österreich war einer der ersten Staaten, die im Jahr 2013 die Konvention unterschrieben haben. Jetzt ratifiziert Österreich im Gleichklang mit anderen EU-Staaten und der EU selbst (die ebenfalls in den kommenden Tagen die Ratifizierung durch den EU-Rat vornehmen wird). Bis dato haben 128 Staaten die Konvention unterzeichnet und 43 Staaten ratifiziert. Sobald 50 Staaten ratifiziert haben, tritt die Konvention in Kraft.

Hintergrund: Die Konvention ist nach der japanischen Küstenstadt Minamata benannt, weil dort in den 1950er Jahren tausende Menschen schwerste Gesundheitsschäden davongetragen haben und viele gestorben sind, nachdem ein Chemiekonzern jahrelang quecksilberhaltiges Abwasser in die vorgelagerte Bucht geleitet hatte. (Schluss) mb/wf/mp

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0005