Glawischnig zum Tag der Befreiung: Nicht nur erinnern, heute auch handeln!

Grüne: Antidemokratischen Tendenzen ist entgegenzuwirken - Politische Bildung in allen Schultypen!

Wien (OTS) - „Es hat lange gedauert, bis in Österreich durch die Republik und breite Teile der Bevölkerung der 8. Mai 1945 endlich als ‚Tag der Befreiung’ gedeutet und anerkannt wurde. Der heutige 72. Jahrestag sollte jedoch nicht nur Grund zur Erinnerung an das Ende des nationalsozialistischen Verbrecher-Regimes sein, sondern auch Anregung, darüber nachzudenken, wie den besorgniserregenden antidemokratischen Tendenzen in unserer Gesellschaft entgegenzuwirken ist“, sagt Eva Glawischnig, Bundessprecherin und Klubobfrau der Grünen, anlässlich des Jahrestages der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht und dem damit einhergehenden definitiven Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa.

Glawischnig erinnert aus diesem Anlass an die zeitlose Bedeutung des Mauthausen-Schwurs, mit dem die aus dem KZ befreiten Häftlinge bekräftigten, „nach erlangter eigener Freiheit und nach Erkämpfung der Freiheit unserer Nationen die internationale Solidarität des Lagers in unserem Gedächtnis bewahren und daraus die Lehren ziehen” zu wollen.

„Wenn nun aber die aktuelle SORA-Studie zum Geschichtsbewusstsein und zu den autoritären Einstellungen in Österreich aufzeigt, dass ein Drittel der jüngeren Bevölkerung nicht beurteilen kann, ob der Nationalsozialismus Gutes oder Schlechtes hervorgebracht hat, wenn über 40 Prozent einen ‚starken Mann’ an der Spitze des Staates und fast ein Viertel eine Diktatur wünschen, weist dies darauf hin, dass wir auf dem Weg sind, die Lehren aus der Vergangenheit nicht zu ziehen“, warnt Glawischnig. Auch eine aktuelle Studie der Stadt Salzburg und der Pädagogischen Hochschule Stefan Zweig bestätigt diesen erschütternden Befund. Für Glawischnig und die Grünen sei es daher essentiell, sofort in einem ersten Schritt bei den Jüngeren anzusetzen: „Wir benötigen offenbar einen intensivierten Zeitgeschichte-Unterricht. Zudem fordern wir Grüne seit Jahren ein Pflichtfach ‚Politische Bildung’ in allen Schultypen und Jahrgängen. Denn wir müssen uns zwar erinnern, heute aber auch handeln, damit das Bekenntnis zu Demokratie, Freiheit und Solidarität längerfristig nicht auf der Strecke bleibt.“

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