„Thema“ am 8. Mai: Junger Mann liebt ältere Frau – noch immer ein Tabu

Außerdem: Als Embryo vertauscht – Kristina sucht ihre leiblichen Eltern

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag, dem 8. Mai 2017, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Junger Mann liebt ältere Frau – noch immer ein Tabu

Der mit großer Wahrscheinlichkeit künftige Präsident Frankreichs, Emmanuel Macron, ist nicht nur wegen seiner Politik, sondern auch wegen seiner Beziehung in den Schlagzeilen: Der 39-Jährige ist mit seiner ehemaligen Lehrerin verheiratet. Brigitte Macron ist 24 Jahre älter als er. „Vielleicht wird das ein Wendepunkt in der Gesellschaft“, hofft die Soziologin Ursula Richter. Sie war selbst 30 Jahre lang mit einem wesentlich jüngeren Mann verheiratet und hat 1989 das Standardwerk „Einen jüngeren Mann lieben. Neue Beziehungschancen für Frauen“ verfasst. „Damals hab ich mir gedacht, das wird in fünf Jahren niemanden mehr interessieren“, schmunzelt die Autorin. Doch nach wie vor ist die Liebe zwischen Alt und Jung tabu, sofern der ältere Teil der Beziehung weiblich ist, berichten Markus Stachl und Christoph Bendas.

Als Embryo vertauscht – Kristina sucht ihre leiblichen Eltern

Kristina V. ist 26 Jahre alt. Vor drei Jahren hat sie herausgefunden, dass sie mit ihren Eltern nicht verwandt ist. Ein Gentest hat diesen jahrelangen Verdacht bestätigt. Kristina wurde 1990 per In-Vitro-Fertilisation gezeugt, durchgeführt vom prominenten Vorarlberger Kinderwunschmediziner Prof. Herbert Zech. Beim Einsetzen des Embryos dürfte es zu einer Verwechslung gekommen sein. Vermutlich hätte er seine Lesebrille damals nicht aufgehabt, wurde der Arzt im deutschen Magazin „Der Spiegel“ zitiert. Auf der Suche nach ihren leiblichen Eltern geht Kristina nun an die Öffentlichkeit. Am Freitag gab es in dem Fall einen Knalleffekt. Auch Kristinas jüngere Schwester, die ebenfalls im Institut von Prof. Zech durch IVF gezeugt wurde, ist nicht mit ihrem Vater verwandt. Herbert Zech erklärt nun, dass er sich durch eine hohe Geldforderung von der Familie erpresst fühle. Theresia Bilgeri und Eva Kordesch berichten.

Krieg im Kopf – Hilfe für traumatisierte Menschen

Auf seinem Handy zeigt Ali M. ein Video aus seiner Gefangenschaft im Irak. Brutale Folterszenen, gefilmt von seinen Peinigern, die das Video ins Netz gestellt haben. Heute hat der 40-Jährige Asyl in Österreich und er hat Glück: Ali M. hat einen Therapieplatz bei „Hemayat“, einer Organisation, die sich um schwer traumatisierte Menschen aus Kriegsgebieten kümmert. „Therapie heißt nicht nur seelische Wunden zu heilen. Sie ist auch wichtig für Integration und Gewaltprävention. Eine Investition in unsere Gesellschaft“, sagt Nora Ramirez, Therapeutin bei Hemayat. Doch der Bedarf kann bei Weitem nicht finanziert werden, zumal Psychotherapie in Österreich generell als Luxus betrachtet wird, berichtet Katharina Krutisch.

Prinz in Pension – Philip zieht sich zurück

Vergangene Woche mussten Fans der britischen Monarchie Nerven bewahren: Die Queen berief kurzfristig alle Mitarbeiter zu einem Treffen ein. Gerüchte kamen auf, dass jemand aus der königlichen Familie krank sei oder gar noch Schlimmeres zu verkünden wäre. Schließlich wurde das Geheimnis gelüftet: Prinz Philip, der 95-jährige Gemahl von Königin Elizabeth II., wird ab Herbst keine Repräsentationsaufgaben mehr übernehmen. „Das ist ein würdiger Rückzug eines vielfach unterschätzten Menschen“, sagt der Historiker, Royals-Kenner, Buchautor und Journalist Georg Markus. Peter Baminger berichtet.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III, ORF SPORT + sowie 3sat – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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