Wr. Gemeinderat – Ernst Woller (SPÖ): ‚Heumarkt Neu’ verlangt nach Entscheidungen

Das Projekt ist sorgfältig geplant und wird viele Vorteile bringen

Wien (OTS/SPW-K) - Im Zuge der Debatte um das Projekt „Heumarkt Neu“ verteidigt Gemeinderat Ernst Woller (SPÖ) die anstehende Entscheidung: „Wir stellen uns jeder Diskussion. Gestern, heute und in Zukunft. Aber irgendwann müssen wir entscheiden – dafür sind wir gewählt.“ Auch die Anrainer des Heumarkt-Areals, darunter auch der Direktor des Akademischen Gymnasiums, würden auf Fortschritte drängen. „Man kann gut geplante Projekte nicht einfach ewig auf Eis legen. Wir werden dieses tolle Projekt umsetzen und am 1. Juni die Flächenwidmung im Gemeinderat beschließen“, bekräftigt Woller.

Dabei handelt es sich um ein gut ausgearbeitetes und kompliziertes Projekt. „Wir sind auf die Beschlussfassung sehr gut vorbereitet“, sagt Woller. „Es handelt sich hier um einen Vertrag mit über 80 Seiten – das schreibt man nicht auf einen Zettel.“ Dementsprechend werde man auch den von der FPÖ eingebrachten Misstrauensantrag gegen Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) selbstverständlich geschlossen ablehnen. Denn: „Das Projekt ist nicht nur sehr kompliziert – sondern auch sehr gut!“

Zwtl.: Kleiner heißt nicht immer schöner – wer Fläche will, muss nach oben bauen =

„Der ‚Heumarkt Neu’ bietet viele Vorteile für die Stadt, die Kultur, im Bereich des Tourismus und der Lebensqualität“, führt Woller aus. Insbesondere handle es sich aber um ein 300 Millionen schweres Investment. „Um Einrichtungen im öffentlichen Interesse zu finanzieren, braucht ein Investor auch verwertbare Mietfläche“, weist Woller auf die geplante Höhe des neuen Gebäudes hin. Unterirdisch zu bauen sei nicht zuletzt aufgrund des Wienflusses nicht möglich, also müsse man nach oben gehen. „Wenn man Flächen im öffentlichen Raum und für den Eislaufverein möglich machen will, muss man höher bauen“, so Woller.

Darüber hinaus stellt sich für den SP-Gemeinderat die Frage, ob ein 66 Meter hohes Gebäude als Hochhaus bezeichnet werden könne: „Sogar der 1955 errichtete Ringturm ist mit 72 Metern höher. Kleiner heißt nicht automatisch schöner. Ich freue mich jeden Tag in der Früh, dass ich von zuhause aus den DC Tower von Dominique Perrault sehen kann. Das ist ein Stück großartiger Architektur, das ich mit Gästen immer gerne besuche. Denn niemand fährt ins Belvedere, um einen guten Blick über Wien zu haben.“

Zwtl.: Bekenntnis zum Weltkulturerbe und städtischer Kultur =

Abschließend bekennt sich Woller klar zum Weltkulturerbe Wien: „Wir wollen es erhalten und wir werden es erhalten. Wir wollen aber nicht, dass man einen Schandfleck wie das derzeitige Heumarkt-Areal unter Schutz stellt. Wir werden mit der UNESCO diskutieren, ob man die Kernzone verändert und vielleicht nur die Innere Stadt einbezieht.“ Das Projekt umzusetzen, sei unabhängig davon aber richtig – auch vom Standpunkt der städtischen Kultur aus. „Vom ‚Heumarkt Neu’ profitieren auch kulturelle Institutionen wie das Konzerthaus, das Akademietheater oder die Musikuniversität. Auch der Eislaufverein ist mit seinen 150 Jahren ein kultureller Wert, den wir erhalten müssen. Denn von dieser kulturellen Vielfalt lebt Wien.“

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