„dokFilm“-Premiere am 7. Mai: „Der Mann, der Yves Montand war“

Um 23.20 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Zum Abschluss des Wahltags in Frankreich, der mit der ersten Hochrechnung in der „ZiB 20“ in ORF eins beginnt und sich danach um 21.50 Uhr mit einer „ZiB 2 Spezial“ und mit „IM ZENTRUM“ um 22.15 Uhr in ORF 2 mit dem Wahlergebnis beschäftigt, präsentiert sich auch der „dokFilm“ am Sonntag, dem 7. Mai 2017, ganz französisch: Als ORF-Premiere steht um 23.20 Uhr der Dokumentarfilm „Der Mann, der Yves Montand war“ über den berühmten Schauspieler und Chansonnier auf dem Programm. Die Produktion von Karl Zéro und Daisy d'Errata zeigt den politisch stets höchst engagierten Star und Menschen Montand, der einst sogar mit dem Gedanken spielte, sich um das Amt des französischen Staatspräsidenten zu bewerben, durch bisher unveröffentlichte Archivaufnahmen und Gespräche mit Wegbegleitern.

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Als Ivo Livi, Sohn eines kommunistischen italienischen Besenbinders, in der Toskana geboren und nach der Immigration der Eltern nach Frankreich im Arbeitermilieu von Marseille aufgewachsen, gehört Yves Montand (1921–1991) zu den berühmtesten französischen Chansonniers und Schauspielern. In seinem schillernden Leben ist ihm allerdings nie irgendetwas in den Schoß gefallen: Der ehemalige Friseurlehrling, der sich zum internationalen Star emporgearbeitet hatte, musste bis zuletzt kämpfen. Neben Abenteuerfilmen („Lohn der Angst“, 1952) spielte er vorwiegend in Komödien („Machen wir's in Liebe“, 1960; „Lieben Sie Brahms?“, 1960) und gewann als Schauspieler auch zunehmend Anerkennung in politisch engagierten Filmen wie etwa in „Z – Anatomie eines politischen Mordes“ (1969) unter der Regie von Costa-Gavras. Montand stellte seine enorme Energie und seinen ungeheuren Ehrgeiz auch in den Dienst vieler bedeutsamer politischer Anliegen des 20. Jahrhunderts. Dafür stehen seine kommunistischen Überzeugungen in den 1950er Jahren, die durch die gewaltsame Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 tief erschüttert wurden, sein pazifistisches Engagement gegen Kernwaffen oder die Moderation der neoliberalen Polit-Sendung „Vive la Crise!“ (1984). Er trat für die vietnamesischen Boatpeople ein, stritt für Dissidenten im Ostblock und gegen die Ausländerfeindlichkeit im eigenen Land. Schließlich spielte Montand sogar mit dem Gedanken, sich um das Amt des französischen Staatspräsidenten zu bewerben.
Was aber wurde aus seinen politischen, gesellschaftlichen und emotionalen Gewissheiten und Illusionen? Am Ende seines Lebens zog er seinem Freund Jorge Semprún gegenüber folgende Bilanz: „Ich habe meine Gewissheiten verloren, aber meine Illusionen bewahrt.“
Sechs Jahre nach seinem Tod wurde Montand er von seiner Vergangenheit eingeholt. Seine Leiche musste exhumiert werden, da Aurore Drossart vor Gericht dafür kämpfte, als uneheliche Tochter des Stars anerkannt zu werden.

Der unbekannte Montand, der provozierende Montand, der großartige Montand, der liebenswerte Montand – all diese Facetten sind im Dokumentarfilm „Der Mann, der Yves Montand war“ zu einem faszinierenden Menschenporträt verwoben.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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