meinungsraum.at-Umfrage zum Anti-Diät-Tag: Diäten sind bei zwei Drittel der Österreicher erfolglos

Im Schnitt haben Diät-Erfahrene acht Diäten ausprobiert. Besonders erschreckend: 55 Prozent der Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren haben schon Diäterfahrung.

Insgesamt haben 41 Prozent aller Österreicher Diät-Ratgeber zuhause. Dabei zeigt sich aber, dass diejenigen mit den meisten Ratgebern den geringsten Diät-Erfolg verzeichnen. Der Beginn von Diäten hat sehr viel mit der allgemeinen Lebenszufriedenheit zu tun: Unsere Studie belegt, dass Personen die mit ihrem Leben sehr zufrieden sind weniger dazu tendieren Diäten zu beginnen.
Roswitha Wachtler, Studienleiterin meinungsraum.at
Die Mehrheit der Österreicher ist davon überzeugt, dass eine Diät ohne Sport wirkungslos ist (78%). Der eingebaute Jojo-Effekt wird von vielen als Grund für das Diätversagen genannt (63%). Außerdem ist die Hälfte der Österreicher der Meinung, dass Diäten nur kurzfristig wirken.
Roswitha Wachtler, Studienleiterin meinungsraum.at
Mehr als die Hälfte kritisiert außerdem, dass dicke Menschen in unserer Gesellschaft diskriminiert werden. Die heutigen oftmals verbreiteten Ultra-Schlankheits-Körperideale sollten also dringend überdacht werden – der Anti-Diät-Tag hat nicht ohne Grund seine Berechtigung.
Roswitha Wachtler, Studienleiterin meinungsraum.at

Wien (OTS) - Im Zuge des morgen stattfindenden Anti-Diät-Tages hat meinungsraum.at die Österreicher zu ihrer Einstellung und Erfahrung mit Diäten befragt. Durchschnittlich hat jeder Diät-Erfahrene schon acht Diäten hinter sich, aber nicht einmal jeder Dritte war damit erfolgreich. meinungsraum.at-Studienleiterin Roswitha Wachtler: „Insgesamt haben 41 Prozent aller Österreicher Diät-Ratgeber zuhause. Dabei zeigt sich aber, dass diejenigen mit den meisten Ratgebern den geringsten Diät-Erfolg verzeichnen. Der Beginn von Diäten hat sehr viel mit der allgemeinen Lebenszufriedenheit zu tun: Unsere Studie belegt, dass Personen die mit ihrem Leben sehr zufrieden sind weniger dazu tendieren Diäten zu beginnen.

„Friss die Hälfte“ populärstes Diät-Modell

Welche Diäten sind besonders beliebt? „Friss die Hälfte“ ist die bekannteste Diätform, gefolgt von den Weight Watchers und der Krautsuppendiät. Die bekanntesten sind auch die beliebtesten: 30 Prozent der Österreicher wollten abnehmen indem sie „FDH“ betreiben, also nur die Hälfte der Nahrung täglich zu sich nehmen. Weitere 15 Prozent haben außerdem schon Diäten gemacht, bei denen man bestimmte Inhaltstoffe weglässt (z.B. Weizen, Milch, Zucker, Gluten, Histamin…). An dritter Stelle liegen Dinner Cancelling und die Krautsuppen-Diät, die schon 14 Prozent der Befragten ausprobiert haben. 11 Prozent machten schon Erfahrungen mit den Weight Watchers, weitere 11 Prozent führten Kohlehydratreduktions-Diäten wie Glyx Diät/Low Carb/Montignac durch.

Wie wirksam sind Diäten?

Nur 27 Prozent der Österreicher konnten einen guten oder sehr guten Diäterfolg verzeichnen, Männer liegen hier knapp vorne. Die Mehrheit konnte nur teilweise befriedigende Ergebnisse durch ihre Diätvorhaben erzielen (43%), ganze 29 Prozent waren bei ihren diätischen Bemühungen weniger oder gar nicht erfolgreich. Wachtler: „Die Mehrheit der Österreicher ist davon überzeugt, dass eine Diät ohne Sport wirkungslos ist (78%). Der eingebaute Jojo-Effekt wird von vielen als Grund für das Diätversagen genannt (63%). Außerdem ist die Hälfte der Österreicher der Meinung, dass Diäten nur kurzfristig wirken.“ 62 Prozent der Österreicher meinen außerdem, Fasten ist gut zum Entschlacken, aber nicht zum Abnehmen – Frauen in höherem Ausmaß als Männer.

SizeZero-Wahn vermittelt falsche Ideale

Warum also werden Diäten trotz des geringen Erfolgs noch immer so häufig begonnen? Drei Viertel der Österreicher sind zumindest der Meinung, dass der Schwerpunkt auf das Wohlfühlgewicht und nicht auf den gesellschaftlich vermittelten Schlankheitswahn gelegt werden sollte. Die meisten Österreicher denken außerdem, dass graphisch extrem nachbearbeitete Model-Fotos in den Medien verboten werden sollten (74%). Außerdem sind 83 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass Model-Vorbilder die Körper-Wahrnehmung von Jugendlichen verzerren. Wachtler: „Mehr als die Hälfte kritisiert außerdem, dass dicke Menschen in unserer Gesellschaft diskriminiert werden. Die heutigen oftmals verbreiteten Ultra-Schlankheits-Körperideale sollten also dringend überdacht werden – der Anti-Diät-Tag hat nicht ohne Grund seine Berechtigung.

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