Erfolgreiche Premiere für Millstätter Wirtschaftsgespräche

Staatssekretär Mahrer und Wirtschaftslandesräte bei neuem Standort-Format in Kärnten

Es gibt keinen Weltfrieden ohne Religionsfrieden
Siegfried Wolf, Verwaltungsratsvorsitzender von Russian Machines LLC

Millstatt (OTS) - Gestern Nachmittag, 4. Mai, starteten die ersten Millstätter Wirtschaftsgespräche im Millstätter Kongresshaus. Das von über 20 Netzwerkorganisationen aus dem Wirtschaftsbereich initiierte Diskussionsformat beschäftigt sich mit den „nicht-ökonomischen Grundlagen der Wirtschaft“. Hochkarätige Referenten und Diskutanten  setzten sich bei der Premiere mit den Zusammenhängen von „Wirtschaft, Kultur und Religion“ auseinander. 

Kärnten kann mehr

Stellvertretend für die Partnerorganisationen eröffneten Alfons H. Helmel (ÖCV Wirtschaftsclub) und Markus Gruber (Best Recruiters) den zweitägigen Wirtschaftskongress mit über 150 Teilnehmern. Die Millstätter Wirtschaftsgespräche finden künftig jährlich statt, „um starke Netzwerk-Kontakte knüpfen zu können“. Der Veranstaltungsort sei auch als Zeichen der Wertschätzung für den Standort Kärnten zu verstehen, denn „Kärnten kann mehr“, so Helmel und Gruber. 

Kärntens Wirtschaftslandesrat Christian Benger verwies darauf, dass der Standort Kärnten aufholt. So habe man im vergangenen Jahr in der Tourismuswirtschaft einen Investitionsboom verzeichnen können. Die Millstätter Wirtschaftsgespräche zeigten, dass Kärnten auf dem richtigen Weg sei, sagte Benger. 

Unternehmerische Potenziale nützen

In seinem Referat über „Migrationsströme nach Europa als Herausforderung und Chance“ präsentierte Michael Spindelegger, Chef des International Centre for Migration Policy Development, Zahlen und Fakten zur Migration. 243 Millionen Menschen weltweit sind derzeit Migranten. 65 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Zu Beginn des Jahrtausends seien dies noch 22 Millionen Menschen gewesen. Spindelegger plädierte für umfassende Migrationspartnerschaften zwischen Ursprungs- und Zielländern, echte globale Lösungen im Bereich des internationalen Schutzes sowie für Migrationskontrolle und Beschränkungen. Er verwies u.a. auf die unternehmerischen Potenziale syrischer Flüchtlinge, die man gezielt fördern solle. 

Zu Wohlstand ermutigen

Dass christliche Sozialethik und Kapitalismus kein Widerspruch sind, zeigte Martin Rhonheimer (Austrian Institute of Economics and Social Philosophy, Päpstliche Universität St. Croce) in seinem Vortrag. Er verwies darauf, dass die Kirchenväter des Hochmittelalters Gewinnstreben nicht verteufelt hätten, sondern Pioniere wirtschaftlichen Sachverstands waren. Der Grundsatz „Für Gott und Profit“ habe heute noch Gültigkeit, so der Theologe. Die Kirche solle jene Kräfte ermutigen, die Wohlstand bewirkten - dies seien die Kräfte des Kapitalismus und der Freiheit. Unternehmer bräuchten kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn sie unternehmerisch handelten, sagte Rhonheimer. 

EU neu definieren

Siegfried Wolf, Verwaltungsratsvorsitzender von Russian Machines LLC, und Star-Referent der heurigen Millstätter Wirtschaftsgespräche betonte, dass Religion, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft die tragenden Säulen unserer Gesellschaft seien. Werde die Kraft der Religion missbraucht, führe dies zu immensem Schaden. „Es gibt keinen Weltfrieden ohne Religionsfrieden“, sagte Wolf. Er plädierte bei den Millstätter Wirtschaftsgesprächen für Mitarbeiterbeteiligung. Mitarbeiter stünden bei ihm in der Bilanz stets auf der Kapital-, und nicht auf der Kostenseite, sagte Wolf. Die Europäische Union sei notwendiger denn je. Sie müsse aber neu definiert werden und Leadership vermitteln. Wolf kritisierte die Zinspolitik der EZB. Wirtschaftlich schwache Staaten würden ihre Probleme nur verschieben, während starke Staaten nur noch stärker würden. Die EU müsse an einer gemeinsamen Identität arbeiten, forderte er mit Blick auf Religionen, Kulturen und Werte. 

Millstätter Wirtschaftsgespräche 2018 von 3.-5. Mai

An den ersten Millstätter Wirtschaftsgesprächen nahmen Staatssekretär Harald Mahrer, Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Wirtschaftslandesräte der Bundesländer teil. Die nächsten Millstätter Wirtschaftsgespräche finden von 3.-4. Mai 2018 statt. 

Informationen unter http://www.mwg.or.at

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