APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker – Kern, Häupl und Kurz aktuell vorne.

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf hier kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 28.04.2017 bis 04.05.2017 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte. 

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche erneut Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ). Bei den Feierlichkeiten zum 1. Mai betonte Kern in seiner Rede vor seinen Parteigenossen, der politische Gegner sei nicht in den eigenen Reihen zu finden. Damit spielte der Bundeskanzler auf den Wiener Landesparteitag und dessen schlechte Abstimmungsergebnisse an. „Es ist eine Frage des Respekts, dass wir uns nicht mit uns selbst beschäftigen, sondern mit den Sorgen der 95 Prozent, die wir zu vertreten haben“, so Kern bei seiner Ansprache. Vorzeitige Neuwahlen schloss der Bundeskanzler erneut dezidiert aus. Er wolle unbedingt „um jeden Zentimeter kämpfen“ und sich „am Gras festklammern, damit wir den Schlüssel zum Bundeskanzleramt nicht an die Blauen überantworten“, sagte Kern, der seit bald einem Jahr Bundeskanzler und Vorsitzender der SPÖ ist.

Kritik am Bundeskanzler kam am 1. Mai von der Sozialistischen Jugend, die mit einem Transparent mit der Aufschrift „Rote Schale, schwarzer Kern“ aufwartete. Kern sprach daraufhin eine Einladung ins Bundeskanzleramt aus und betonte, dass in der SPÖ „keine freche Jugendorganisation“ ausgeschlossen werde.

Als Neueinsteiger der Woche positionierte sich der Wiener Stadtrat für Wohnbau und Stadterneuerung, Michael Ludwig (SPÖ), auf Platz sieben im Ranking. Beim Landesparteitag der Wiener SPÖ am vergangenen Samstag erzielte Michael Ludwig ein wenig zufriedenstellendes Wahlergebnis: Mit nur 67,8 Prozent der Delegiertenstimmen wurde er als Parteichef-Stellvertreter im Vorstand bestätigt – auf dem letzten Parteitag waren es noch 89,6 % gewesen. Ein schlechteres Ergebnis erzielte nur Finanzstadträtin Renate Brauner, die mit 67,5 Prozent gewählt wurde. Ludwig, dem medial in den letzten Wochen vermehrt Ambitionen auf die Nachfolge Michael Häupls als Wiener Bürgermeister nachgesagt worden waren, kommentierte die Wahl mit Zweckoptimismus: „Jetzt gilt es noch stärker und mit vereinten Kräften die Herausforderungen in unserer Stadt anzupacken. Nach der Wahl ist vor der Wahl.“ Die Nachfolge von Michael Häupl, der sich nach der Nationalratswahl 2018 von der Spitze der Wiener SPÖ zurückziehen will, ist nach wie vor offen. Als zentrales Problem bei der Suche nach einem geeigneten Kandidaten gilt die Spaltung in rechten und linken Flügel innerhalb der Stadtpartei.

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