Schieder: Erinnern soll unsere Wachsamkeit fördern, um Unrecht und Ausgrenzung entgegenzutreten

Am 5. Mai begeht das Parlament den Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus

Wien (OTS/SK) - Am heutigen Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus erinnert das Parlament an jene, die der Verfolgung durch den Nationalsozialismus zum Opfer gefallen sind. „Als ParlamentarierInnen wollen und müssen wir unseren Beitrag leisten, die Erinnerung an das Leid, dass Millionen zugefügt wurde, nicht verblassen zu lassen“, hält SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder am Rande der Gedenkfeierlichkeit fest. „Erinnern soll jedoch kein Selbstzweck und nicht nur ein ritualisierter Akt sein. Erinnern muss Teil unseres Alltags sein, soll unsere Wachsamkeit fördern, damit wir Unrecht und Anfeindungen erkennen und diesen Empathie, Solidarität und Zivilcourage entgegenhalten können“, macht Schieder deutlich. ****

„Niemals vergessen heißt, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und konsequent für Demokratie und Menschenrechte zu kämpfen“, bekräftigt der Klubobmann. Allein im letzten Jahr wurden über 700 rechtsextrem motivierte und über 350 fremdenfeindliche Tathandlungen begangen. Solchen Auswüchsen muss entschieden entgegengetreten werden, betont Schieder.

Die Zahl jener, die über ihre Erlebnisse berichten und mahnen können, wird immer geringer. Daher liege es in der Verantwortung von uns allen, die Handlungsmacht, die wir haben, zu nützen. „Jeder Einzelne ist gefordert, im Alltag nicht wegzusehen, wenn Herabwürdigung, wenn Gewalt, wenn Hetze passieren. Wir dürfen solches Unrecht nicht ertragen und akzeptieren. Wenn wir unsere Werte Freiheit, Menschlichkeit und Toleranz verteidigen wollen, müssen wir Zivilcourage im Alltag zeigen, wenn Mitmenschen angegriffen werden“, erklärt Schieder.

Am kommenden 8. Mai wird abermals das Fest der Freude am Wiener Heldenplatz gefeiert. Dieser Tag, der die Befreiung Österreichs vom Nationalsozialismus feiert, ermahnt laut Schieder die politischen Parteien dazu, gegen Rechtsextremismus vorzugehen und daran zu arbeiten, neuen Formen von Abwertung und Ausgrenzung den Nährboden zu entziehen. (Schluss) sc/kg/mp

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