LAbg. Tröls-Holzweber: „Der Bildungscampus – das Modell gelebter Inklusion!“

Unterricht für Kinder mit speziellen Talenten, aber auch besonderen Bedürfnissen durch speziell geschultes Lehrpersonal im Campus optimal praktizierbar

St. Pölten (OTS) - „Die Politik ist angehalten sich mit Bildung und Ausbildung in ihrer Gesamtheit zu beschäftigen, wie viele Überlegungen von Bildungsministerin Sonja Hammerschmid dies vorzeigen. Leider wird von Teilen der Bundes-ÖVP derzeit bei jedem innovativen und sinnvollen Vorschlag ein Riegel vorgeschoben“, so LAbg. Ilona Tröls-Holzweber, Bildungssprecherin der SPÖ NÖ.

Bildung beginne im Elternhaus, das - unterstützt durch den Kindergarten - die soziale und sprachliche Komponente entwickeln und Grundwerte vermitteln sollte. Besonders in den Kindergärten ist es notwendig klare Bildungsziele auszugeben, die gewährleisten, dass in jedem Kindergarten gleichermaßen altersadäquat die Lernstärke unserer Kleinsten gefördert wird und spielerisch Grundlagen für die spätere Bildungs- und Ausbildungslaufbahn geschaffen werden. Tröls-Holzweber weiter: „Es ist wichtig, in Kindergärten Talente und Potentiale zu erkennen und zu fördern. Die Qualität eines Kindergartens darf nicht nur von der Ambition und dem Engagement der Pädagogin abhängen. Die Ziele müssen für alle PädagogInnen österreichweit klar und einheitlich definiert sein, damit die Umsetzung und Förderung der Talente unserer Kleinsten überall gleichermaßen gewährleistet ist.“

„‘Was nicht in die Wurzel geht, geht nicht in die Krone‘ heißt es schon in einem Sprichwort. Die Volksschulen haben tatsächlich einen elementaren Part im Bildungswesen inne. Die Grundlagen – Lesen, Schreiben, Rechnen – die im Volksschulalter nicht „verwurzelt“ werden, gestalten den weiteren Bildungsweg des Schülers enorm schwierig“, gibt die Bildungssprecherin zu bedenken. Auch digitale Kompetenz zu vermitteln wird in der heutigen Zeit immer wichtiger, daher sollte dies verstärkten Eingang in ‚entrümpelte‘, den Herausforderungen der Zukunft angepasste Lehrpläne finden.

Generell gilt für die Bildungssprecherin der Bildungscampus als oberstes Ziel einer vernetzten Bildungswelt – was bedeutet, dass an einem Standort verschiedene Bildungseinrichtungen zusammenarbeiten und so eine gemeinsame Lern- und Lebenswelt darstellen: „Der Campus bietet viele Möglichkeiten von Integration! Er ermöglicht einerseits das Gestalten von Lerngruppen für Kinder mit speziellen Talenten, aber auch besonderen Bedürfnissen. Dabei ist speziell geschultes Lehrpersonal sowie Unterstützungspersonal wichtig, um die besten Bildungsmöglichkeiten zu gewährleisten. Andererseits eröffnet er Möglichkeiten individuell abgestimmt, diese SchülerInnen in den Regelunterricht einer Volksschule, NMS bzw. eines Gymnasiums zu integrieren.“

Außer Zweifel steht, dass in puncto Inklusion in Niederösterreich noch gewaltige Luft nach oben besteht. Jedoch werde es immer Kinder geben, die speziell geschultes Lehrpersonal erfordern – egal, ob lernstark, oder lernschwach - um sie nicht zu demotivieren, weil sie in einem Klassenverband immer über- oder unterfordert sind. „Jeder soll die größten Chancen und Möglichkeiten bekommen – je nach Lernstärke und Lerngeschwindigkeit – die beste Bildung zu erhalten. Dabei muss es auch möglich sein, Klassenverbände aufzulösen, um in unterschiedlichen Lerngruppen Kinder adäquat zu unterrichten “, hält Tröls-Holzweber fest.

„Zentrales Anliegen ist es daher, im Bildungsbereich die gesetzlichen Rahmenbedingungen und das entsprechende Bildungspersonal bundesweit zu regeln, damit vom Neusiedlersee bis zum Bodensee gleiche Voraussetzungen und Chancen zum Bildungsaufstieg bestehen. Und: Die Bundes-ÖVP ist angehalten endlich ihre GÖD-gesteuerte Blockadehaltung gegen jedwede Neuerung im Bildungssystem aufzugeben“, so Ilona Tröls-Holzweber abschließend.

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