AK Wien Vollversammlung 1: Diskussion über Wien - wachsende Stadt: Wohnen muss leistbar sein!

Wien (OTS) - „Wir brauchen dringend mehr neuen Wohnraum in Wien, der auch leistbar ist, sowie ein einheitliches Mietrecht. Hier ist der Justizminister in der Verantwortung“, sagte AK Präsident Rudi Kaske auf der Wiener Vollversammlung der AK. Auf Einladung der AK Wien diskutierten der Wiener Wohnbaustadtrat Michael Ludwig, Angelika Fitz, Direktorin des Architekturzentrums Wien und Elke Rauth von „dérive“ – Verein für Stadtforschung über „Mehr Wohnbau und Stadtentwicklung in der wachsenden Stadt“. Sie betonten ebenfalls, dass es um leistbares Wohnen geht, Wohnen sich aber auch den gesellschaftlichen Veränderungen anpassen muss.

Wohnbaustadtrat Michael Ludwig hielt fest, dass das starke Bevölkerungswachstum in Wien eine große Herausforderung sei. „Es geht um den Ausbau des leistbaren Wohnraums für alle Generationen, die Sicherstellung der sozialen Durchmischung sowie ein gutes Zusammenleben.“ Bis 2025 stellte Ludwig 100.000 neue Wohneinheiten in Aussicht, davon ein hoher Anteil an geförderten neuen Wohnungen. „Bei der Zukunft des sozialen Wohnbaus darf keinesfalls die Infrastruktur aus den Augen gelassen werden – sowohl die soziale als auch die verkehrstechnische“, betonte Ludwig. Kürzere Verfahren seien eine wichtige Voraussetzung für die Steigerung der Neubauleistung.

Angelika Fitz vom Architekturzentrum sagte, dass der soziale Wohnbau in Wien beeindruckend sei und sie ihn immer wieder in die Auslage stelle. Sie nannte Liverpool in Großbritannien als Beispiel, wo der soziale Wohnbau am Boden lag. Mit neuen Ideen in der Leerstandsnutzung und Wohnraumsanierung ist es gelungen, einen Stadtteil wiederzubeleben. „Unsere Gesellschaft wird diverser, und man muss eben über neue Formen und Wege beim Wohnen nachdenken“, so Fitz.

Elke Rauth von dérive sagte, „dass Wohnen ein Grundbedürfnis und ein Menschenrecht ist. Wohnen ist eine fundamentale und soziale Aufgabe der öffentlichen Hand.“ Die Stadt Wien sei mit ihrem Wohnbauprogramm gut nachgekommen. „Unsere Gesellschaft befindet sich in einem Wandel.“ Als ein Beispiel nannte Rauth die steigende Tendenz bei den Single-Haushalten. Es sind mehr kleine Wohnungen nötig, auf der sozialen Seite gibt es eine massive Verschiebung des sozialen Gefüges. Es braucht Projekte, die partizipativ entwickelt werden, leistbar sind, auf eine soziale Durchmischung und hohe Lebensqualität achten“, so Rauth.

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