Statistik Austria unterstreicht Kritik des VSStÖ: Bildung wird in Österreich stark vererbt

Geforderte Zugangsbeschränkungen verschärfen soziale Selektion

Wien (OTS) - Die heute präsentierten Zahlen der Statistik Austria unterstreichen die Kritik, die seitens des VSStÖ zur sozialen Durchmischung an den Hochschulen geäußert wird. Die Bildung der Eltern wirkt sich erheblich auf die Bildungsbahn der Kinder aus. Auch die Herkunft und der sozioökonomische Background entscheiden über den geführten Bildungsweg.

"Im gesamten Bildungswesen werden Menschen aus sozial schwächer gestellten Schichten benachteiligt. Das beginnt bereits mit 10 Jahren bei der Wahl des weiterführenden Schultyps. Diese Entscheidung wird oftmals von den Eltern getroffen“, so Hannah Lutz Spitzenkandidatin des VSStÖ.

Dass der Bildungsgrad der Eltern maßgeblich über die Chancen eine Hochschule zu besuchen entscheidet, wird statistisch untermauert. Zwei Drittel der Eltern der AHS Absolventen und Absolventinnen haben zumindest eine Matura.

"Zugangsbeschränkungen verschärfen die soziale Selektion noch mehr. Personen, deren Eltern keinen akademischen Background haben, werden de facto von den Hochschulen ferngehalten. Ziel der Politik kann es doch nicht sein reine Elitenförderung zu betreiben“, zeigt sich Lutz entsetzt über den fehlenden Willen seitens des Wirtschafts- und Wissenschaftsministers Mitterlehner die Situation endlich zu verbessern.

"Über die Hälfte aller Studierenden müssen neben des Studiums arbeiten gehen um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Es braucht endlich eine Novellierung des Beihilfesystems. Dieses ist löchrig und nicht treffsicher. Die hohen Zahl der arbeitenden Studierenden zeigt doch, dass mehr als lediglich 12%, wie es aktuell der Fall ist, eine Studienbeihilfe benötigen“, führt Lutz aus.

Daher kämpft der VSStÖ bei den diesjährigen ÖH-Waheln vor allem auch für gerechte Beihilfen. So setzt man sich für die Abschaffung von Altersgrenzen, die Ausweitung der Toleranzsemester und die Anhebung der Beihilfen auf ein existenzsicherndes Niveau ein. Mehr Infos zu dem vom VSStÖ vorgeschlagenen Beihilfemodell gibt es hier:
http://vsstoe.at/wahlprogramm/gerechte-beihilfen/

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