FPÖ-Mölzer: Breite Kritik an Bildungsreform ist berechtigt

Wien (OTS) - „Die breite Kritik in Form von hunderten Stellungnahmen am Entwurf des Autonomiepakets ist absolut berechtigt“, wies heute FPÖ-Bildungssprecher NAbg. Wendelin Mölzer die Vermutung der Bildungsministerin zurück, wonach hinter den zahlreichen Kritikpunkten eine konzentrierte Aktion stecken könnte. Die Kernkritik der Freiheitlichen richte sich gegen die geplanten Bildungsdirektionen bei gleichzeitiger Abschaffung jeglicher Transparenz und Kontrolle. „Unter dem Deckmäntelchen 'Politik raus aus der Schule' will man die Kollegien abschaffen und künftig jegliche demokratisch legitimierte Kontrolle durch die Opposition verhindern“, erklärte Mölzer und forderte insbesondere in diesem Bereich entsprechende Änderungen der Reformpläne, um Kontrolle und Mitsprache der Opposition sicherzustellen.

Weiters forderte Mölzer, dass vor Eintritt in den Regelschulunterricht eine Sprachstandsfeststellung durchgeführt wird, „zumal es ohne ausreichende Kenntnis der deutschen Sprache nicht möglich ist, dem Unterricht zu folgen.“ Würde man sich endlich darauf einigen, entsprechende Deutschkenntnisse als Voraussetzung für die Teilnahme am Regelschulunterricht zur Pflicht zu erklären, wären wesentliche Probleme in vielen Schulklassen gelöst, sagte Mölzer.

Bestrebungen, mehr Autonomie in die Schulen zu bringen, seien zwar grundsätzlich positiv, jedoch sei vieles von dem, was angeblich neu wäre, bereits jetzt möglich. Kritisch zu hinterfragen sei dabei auch die Frage der Aufhebung der Klassenschülerhöchstzahl. Das Vorhaben, mit Schulclustern effizienter in der Verwaltung zu werden, sei durchaus begrüßenswert, insbesondere wäre hier aus freiheitlicher Sicht die Chance gegeben, Klein- und Kleinstschulen am Land zu retten. „Dabei erscheint uns aber wesentlich, dass die Clusterbildung ausschließlich freiwillig erfolgen sollte und auf keinen Fall von oben verordnet werden darf“, hielt Mölzer fest.

„Die Bildungsministerin sollte sich mit Vorwürfen angeblich geplanter Aktionen seitens politischer Mitbewerber zurückhalten und die zahlreichen Kritikpunkte ernst nehmen“, so der FPÖ-Bildungssprecher. „Aus freiheitlicher Sicht kann man durchaus über eine Beschlussfassung der Bildungsreform im Nationalrat nachdenken, wenn sich die wesentlichen freiheitlichen Forderungen im Gesetzespaket wiederfinden“, sagte Mölzer.

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