„Fest der Freude“ in ORF III am 8. Mai: Programmtag mit Live-Übertragungen und Doku-Neuproduktionen

Bereits am 6. Mai: Premieren für dritten Teil der Trilogie „Mauthausen vor der Tür“ und „Außenstelle Mauthausen – Tatort Loibltunnel“

Wien (OTS) - Anlässlich des 72. Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus und dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa steht ORF III Kultur und Information am Montag, dem 8. Mai 2017, ganz im Zeichen der diesbezüglichen Feierlichkeiten am Wiener Heldenplatz:
dem „Fest der Freude“. Bereits am Samstag, dem 6. Mai 2017, präsentiert die „zeit.geschichte“ – anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen am 5. Mai 1945 – den letzten Teil der neuen ORF-III-Trilogie „Mauthausen vor der Tür: Das Schicksal der Frauen“ (21.05 Uhr) von Regisseurin Judith Doppler und die neue ORF-III-Dokumentation „Außenstelle Mauthausen – Tatort Loibltunnel“ (21.50 Uhr) von Filmemacher Ferdinand Macek.

Bereits zum fünften Mal seit 2013 veranstaltet das Mauthausen Komitee Österreich am 8. Mai 2017 das „Fest der Freude“ am Wiener Heldenplatz, das ORF III heuer zum dritten Mal in Folge überträgt. Eingebettet in einen umfassenden Thementag (ab 8.35 Uhr) mit mehreren Live-Einstiegen vom Ort des Geschehens (ab 12.05 Uhr) und einer 90-minütigen Sondersendung (18.00 Uhr) stehen als Höhepunkte live-zeitversetzt der Festakt (19.35 Uhr) sowie das Gedenkkonzert der Wiener Symphoniker (20.15 Uhr) auf dem Programm. Eröffnet wird das Konzert unter der Leitung von Dirigent Ádám Fischer mit der Uraufführung des eigens für das „Fest der Freude“ komponierten Stücks „Hier und jetzt“ des österreichischen Komponisten Kurt Schwertsik. Außerdem erklingen Felix Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert e-Moll op. 64, interpretiert vom jungen, preisgekrönten Wiener Violinisten Emmanuel Tjeknavorian, und Werke von Ludwig van Beethoven. Neben der Konzertarie „Ah perfido!“ für Sopran und Orchester, gesungen vom finnischen Opernstar Camilla Nylund, werden auch die „Egmont“- und „Leonore“-Ouvertüren aufgeführt. Zum Abschluss der Veranstaltung steht traditionell die „Ode an die Freude“ aus Beethovens Neunter Symphonie auf dem Spielplan.

Samstag, 6. Mai: „Mauthausen vor der Tür“ mit „Zwangsarbeit für Rüstung und Industrie“ (20.15 Uhr) und Premiere „Das Schicksal der Frauen“ (21.05 Uhr), „Außenstelle Mauthausen – Tatort Loibltunnel“ (21.50 Uhr)

Den Auftakt des „zeit.geschichte“-Abends am Samstag macht der erste Teil der ORF-III-Dokutrilogie „Mauthausen vor der Tür“ von Sabrina Peer und Ernst Pohn aus dem Jahr 2016, der sich mit dem Thema „Zwangsarbeit für Rüstung und Industrie“ und dem weitverzweigten Lagersystem des oberösterreichischen Konzentrationslagers Mauthausen auseinandersetzt.
Sechs Briefe der russischen Gefangenen Wanda Logwinowa, gerichtet an den Krematoriumshäftling Hans Kanduth, dokumentieren danach in der Premiere des finalen Teils der Dokutrilogie „Mauthausen vor der Tür – Das Schicksal der Frauen“ die Gefühlswelt und den Überlebenswillen einer jungen Frau im Männerlager Mauthausen. Tausende Frauen gingen durch das Haupttor des Lagers, um danach entweder sofort liquidiert oder weiter zu den eigens errichteten Frauen-KZs Ravensbrück oder Auschwitz transportiert zu werden. Erst in der jüngeren Vergangenheit erlangten die meist namenlosen weiblichen Opfer des NS-Terrors die Aufmerksamkeit, die ihnen längst gebührte. Wandas Briefe und erschütternde Zeitzeugenberichte waren für Filmemacherin Judith Doppler Anlass, sich auf eine Spurensuche nach Puzzlestücken in Fotos und spärlichen Filmaufnahmen zu begeben, um die Geschichte dieser oftmals vergessenen Opfer zu erzählen.
Die anschließende Dokumentation „Außenstelle Mauthausen – Tatort Loibltunnel“ behandelt eines der vielen Nebenlager des KZs Mauthausen, in dem Häftlinge unter den widrigsten Umständen am Bau der Loiblpassstraße und des Loiblpasstunnels eingesetzt wurden. Der Film von Ferdinand Macek erzählt die Hintergründe des Nebenlagers in den schroffen Karawanken, das auch „Hölle in den Bergen“ genannt wurde. Ehemalige Häftlinge und Zeitzeugen erinnern sich und berichten vom grausamen Alltag, den Fluchtversuchen sowie dem Wirken des SS-Standort-Lagerarztes Sigbert Ramsauer.

Montag, 8. Mai: „Fest der Freude“ mit vier Live-Einstiegen (12.05, 15.25, 15.55 und 16.55 Uhr), Sondersendung (18.00 Uhr), Festakt (19.35 Uhr) und Konzert der Wiener Symphoniker (20.15 Uhr)

Im Zuge des umfangreichen Thementags melden sich die ORF-III-Moderatoren Ani Gülgün-Mayr, Barbara Rett, Peter Fässlacher und ORF-III-Chefredakteurin Ingrid Thurnher in vier Live-Einstiegen (12.05, 15.25, 15.55, 16.55 Uhr) vom Ort des Geschehens, u. a. von der ORF-III-Bühne und dem geschichtsträchtigen Balkon des Wiener Heldenplatzes. Dabei sprechen sie mit zahlreichen prominenten Gästen wie etwa Altbundespräsident Heinz Fischer in einem 20-minütigen Exklusivinterview sowie Bundesminister Thomas Drozda. Neben Schauspielerin Sona MacDonald kommen mit Camilla Nylund, Emmanuel Tjeknavorian und Ádám Fischer auch die Künstler/innen des Gedenkkonzerts zu Wort. Darüber hinaus porträtieren Themenstorys in Zuspielungen u. a. eine Reihe berühmter Persönlichkeiten, die im Entscheidungsjahr 1945 das Licht der Welt erblickten, wie etwa der ehemalige Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, Sängerin Marianne Mendt, Schauspieler Heinz Marecek und Kardinal Christoph Schönborn. Eine Spezialsendung (18.00 Uhr) vom Wiener Heldenplatz rundet das Nachmittagsprogramm vor dem großen Event ab. Danach folgen die Live-Übertragung des Festakts (19.35 Uhr) mit Rednerinnen und Rednern, darunter Zeitzeugin Lucia Heilmann und die politischen Spitzen des Landes, sowie das Konzert der Wiener Symphoniker (20.15 Uhr) unter der Leitung von Ádám Fischer.

Die Live-Übertragungen sind eingebettet in ein umfassendes Rahmenprogramm, das sich ab 8.35 Uhr in mehreren Dokumentationen mit der Thematik des Zweiten Weltkriegs und seinem Ende vor 72 Jahren auseinandersetzt. Zu sehen sind u. a. der Zweiteiler „Erinnerungen zum Kriegsende“ (11.45 und 15.40 Uhr) sowie die vierteilige Produktion „Die Alliierten in Österreich“ (ab 12.05 Uhr).

Detaillierter Programmüberblick für Montag, 8. Mai 2017:

8.35 Uhr: Mauthausen vor der Tür: Das Schicksal der Frauen Dokumentation, 2017, von Judith Doppler
9.25 Uhr: Mauthausen vor der Tür: Zwangsarbeit für Rüstung und Industrie
Dokumentation, 2016, von Sabrina Peer und Ernst Pohn
10.10 Uhr: Mauthausen vor der Tür: Wiens vergessene Konzentrationslager
Dokumentation, 2016, von Judith Doppler und Kurt Mayer
11.00 Uhr: Der Krieg ist aus!
Dokumentation, 2015, von Isabelle Clarke und Daniel Costelle
11.45 Uhr: Erinnerungen zum Kriegsende (1/2)
ORF-Dokumentation, 2015, von Elisabeth Stenitzer
12.05 Uhr: Die Alliierten in Österreich: Amerikaner (1/4) Dokumentation, 2005, von Andreas Novak
12.55 Uhr: Die Alliierten in Österreich: Russen (2/4) Dokumentation, 2005 von Andreas Novak
13.45 Uhr: Die Alliierten in Österreich: Briten (3/4) Dokumentation, 2005, von Robert Gokl
14.40 Uhr: Die Alliierten in Österreich: Franzosen (4/4) Dokumentation, 2005, von Thomas Matzek
15.25 Uhr: LIVE: Fest der Freude 2017
15.40 Uhr: Erinnerungen zum Kriegsende (2/2)
ORF-Dokumentation, 2015, von Elisabeth Stenitzer
15.55 Uhr: LIVE: Fest der Freude 2017
16.05 Uhr: „Unsere Wiener Staatsoper“ – Erinnerungen an einen Neubeginn
Dokumentation, 2005, von Otto Schwarz
16.55 Uhr: LIVE: Fest der Freude 2017
17.05 Uhr: Pummerin – Die Stimme Österreichs
Dokumentation, 2016, von Peter Beringer
18.00 Uhr: LIVE: Fest der Freude 2017 – Die Sondersendung
19.35 Uhr: LIVE: Fest der Freude 2017 – Der Festakt
20.15 Uhr: LIVE: Fest der Freude 2017 – Das Konzert
21.45 Uhr: Österreich II: Das Erbe des Krieges
Dokumentation, Neubearbeitung 2013, von Hugo Portisch und Sepp Riff 23.10 Uhr: Der Wiener Stephansdom – Die Wiedergeburt eines Wahrzeichens
Dokumentation, 2015, von Robert Neumüller

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