Heinisch-Hosek/Brunner: Schutz vor Gewalt noch weiter ausbauen

20 Jahre Gewaltschutzgesetz - Österreich geht in Europa mit gutem Beispiel voran – Gemeinsam wurden wichtige Meilensteine gesetzt

Wien (OTS/SK) - „Wir haben wichtige Meilensteine zum Schutz vor Gewalt gesetzt. Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner will diesen Schutz noch weiter ausbauen, dabei hat sie unsere volle Unterstützung“, sagten heute SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek und SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Österreich geht in Europa mit gutem Beispiel voran. Schon das erste Gewaltschutzgesetz, das vor 20 Jahren in Kraft getreten ist, war sehr fortschrittlich. Erstmals wurde die Möglichkeit geschaffen, den Täter aus der gemeinsamen Wohnung wegzuweisen. Seit 2006 ist Stalking strafbar. 2009 trat das Zweite Gewaltschutzgesetz in Kraft, das den Schutz der Opfer noch verbessert hat.

Ein wichtiger Meilenstein war die Strafrechtsnovelle, die 2016 in Kraft getreten ist. Damit gibt es eine Handhabe gegen sexualisierte Übergriffe außerhalb der Arbeitswelt. Jede intensive und entwürdigende Belästigung ist strafbar geworden. „Erinnern wir uns an die Diskussionen, die es damals gab. Männer aus rechten Parteien haben am lautesten geschrien, um ein solches Gesetz zu verhindern. Aber sexualisierte Gewalt ist kein Kavaliersdelikt“, so Heinisch-Hosek. Auch der Straftatbestand der Vergewaltigung wurde neu geregelt. Wenn ein Täter eine sexuelle Handlung ohne Drohung oder Gewalt gegen den erkennbaren Willen des Opfers setzt, ist dies strafbar. Auch die Ausweitung des Betretungsverbotes und das verpflichtende Tätergespräch sind wichtige Neuerungen, die im Juli 2016 beschlossen wurden.

Ein aktuelles Thema ist Gewalt im Netz, von der Frauen besonders häufig betroffen sind. „Cybermobbing ist strafbar, aber wir brauchen weitere Schutzmaßnahmen. Gewalt beginnt nicht erst dann, wenn äußere Wunden sichtbar sind. Wichtig ist es, so früh wie möglich zu reagieren und die eigenen Grenzen deutlich zu machen“, so Heinisch-Hosek und Brunner.

Info: Rund um die Uhr ist die Frauenhelpline 0800 222 555 und die Polizei 133 erreichbar. Über die fem:HELP App www.bmgf.gv.at/home/femHelp_App können die Nummern der Hilfseinrichtungen direkt aufs Handy gespeichert werden. (Schluss) sc/mp

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