Energiepreisindex: Leichter Rückgang der Energiepreise im März 2017

Wien (OTS) - Wien, 03.05.2017 - Der Energiepreisindex (EPI) für private Haushalte der Österreichischen Energieagentur fiel im März gegenüber Februar um 0,7 %. Damit liegt er auf dem Niveau von Dezember 2016. „Hauptverantwortlich für diese Entwicklung waren die leicht sinkenden Preise für Heizöl und Treibstoffe“, erläutert Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur.

Preisdifferenz zum Vorjahr verringert

Im Jahresvergleich war der EPI im März 2017 um 5,5 % höher als im März 2016. Damit hat sich der Preisabstand zum Vorjahr verringert. Denn der EPI lag im Jänner und Februar 2017 noch um durchschnittlich 6,7 % höher als in diesen Monaten im Jahr 2016.

Energie treibt Inflation weiter an

„Wie aus dem Jahresvergleich ersichtlich, sind die Kosten für Energie die Preistreiber, die sich auf die allgemeine Inflation auswirken“, analysiert Traupmann. Der Verbraucherindex (VPI) stieg im Jahresvergleich um 2 %. Bereinigt um Energie würde der VPI im Jahresvergleich bei 1,7 % liegen. Energie steuerte somit insgesamt 0,3 Prozentpunkte zur gesamten Teuerung bei. Im Februar lag dieser Anteil noch bei 0,4 Prozentpunkten.

Heizöl: Stärkster Rückgang von allen Energieträgern

Der Heizöl-Preis sank im Monatsvergleich um 2,8 %, damit war er gleich hoch wie im Dezember 2016. Gegenüber März 2016 verzeichnet Heizöl ein Plus von knapp 23 %. „Das sind immerhin mehr als 10 Prozentpunkte weniger als im Februar. Die außerordentlich hohen Preisanstiege im Vergleich zum Vorjahr, die wir in den vergangenen Monaten beobachtet haben, sollten jedoch nicht überbewertet werden. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres standen die Heizölpreise nämlich auf einem mehr als 10-Jahrestief“, sagt Adrian Zelalic, Preisanalyst bei der Österreichischen Energieagentur.

Hier finden Sie:
Abbildung 1: Veränderung von Treibstoffen und Heizöl gegenüber dem Vorjahresmonat
Datenquelle: Statistik Austria, Berechnungen: Österreichische Energieagentur

Treibstoffpreise: Ähnliche Entwicklung wie Heizöl

Die Treibstoffpreise sanken im März um 1,1 %. Dabei ging der Preis von Superbenzin mit minus 1,3 % etwas stärker zurück als Diesel (minus 1 %).
Der Vergleich zum März 2016 zeigt hingegen, dass private Haushalte für Treibstoffe heuer um 13,8 % mehr zahlen müssten. Dabei war Diesel um 14,7 % bzw. Superbenzin um 12,5 % teurer als zum gleichen Zeitpunkt 2016. Allerdings ist wie bei Heizöl auch bei den Treibstoffen der Abstand zu den Preisen des Vorjahres geringer geworden. Im Februar lagen die Preise noch 17,1 %, im März nur noch um 13,8 % darüber (siehe auch Abbildung 1).

Strom, Gas und Holz stabil, Fernwärme teurer

Gegenüber Februar blieben die Strom-und Gaspreise unverändert, Fernwärme verteuerte sich hingegen um 0,3 %. Im Jahresvergleich waren Strom- und Gaspreise um 5,4 % bzw. 3,5 % günstiger. Gegenüber März 2016 ist Fernwärme um 3,4 % teurer.

Feste Brennstoffe blieben im Monats- und Jahresvergleich gleich, allerdings zeigten die Energieträger eine durchmischte Preisentwicklung: Während Brennholz um 0,2 % minimal billiger wurde, stiegen die Preise für Holzbriketts- und Pellets um 0,6 % bzw. 0,4 %. Im Jahresvergleich war die Entwicklung ähnlich: Brennholz wurde um 0,6 % billiger, Holzbriketts- und Pellets verteuerten sich um 0,9 % bzw. 0,8 %.

Haftungsausschluss

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