VIER PFOTEN lässt Prater-Ponys nicht im Stich

Aktion gegen weiteren Einsatz der ehemaligen Karussell-Pferde auf der Reitbahn

Muss man die Pferde wirklich dermaßen ausbeuten – nur um des Profits willen? Unserer Ansicht nach ist das unanständig.
Martin Pluda, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN

Wien (OTS) - Das Wetter war nasskalt und ungemütlich, aber VIER PFOTEN ließ die Pferde aus dem ehemaligen Wiener Ponykarussell nicht im Regen stehen: Am Freitag Nachmittag informierten Mitarbeiter der Tierschutzorganisation vor dem Eingang des Praters über das Schicksal der Tiere: Für sechs von ihnen geht der Stress seit Beginn der neuen Saison in der benachbarten Prater-Reitbahn nämlich weiter. VIER PFOTEN fordert eine „Hacklerregelung“ bzw. die Pension in einer artgemäßen Umgebung für sie. Neben Informationsmaterial verteilten die Mitarbeiter auch Helium-Luftballons und Süßigkeiten an Passanten.

„Anka, Mani, Dolly, Maxi, Felix und Patricia mussten im Ponykarussell jahrelang bei lauter Musik oft stundenlang im Kreis laufen. Und jetzt schuften sie auf der Reitbahn weiter. Das ist ein unnötiger zusätzlicher Stress“, sagt VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Martina Pluda. „Muss man die Pferde wirklich dermaßen ausbeuten – nur um des Profits willen? Unserer Ansicht nach ist das unanständig.

Bei den Gesprächen zwischen VIER PFOTEN und den Betreibern des Karussells im Frühjahr 2016 war ursprünglich von acht bis zehn Tieren die Rede gewesen, für die die Tierschutzorganisation ein neues, artgemäßes Zuhause finden sollte. Auch die Prater GmbH sprach damals in einer Aussendung von einem „wohlverdienten Ruhestand“ für die Ponys. Nachdem die Betreiber im Herbst 2016 die Zusammenarbeit mit VIER PFOTEN beendet hatten, gaben sie Pläne bekannt, dass ein Großteil der Pferde auf der betriebseigenen Reitbahn im Prater weiter arbeiten soll.

VIER PFOTEN kann sich auf eine breite Unterstützung vor allem der Online-Community stützen. Unzählige Menschen haben in den letzten Monaten auf der Facebook-Seite von VIER PFOTEN nach der Zukunft der Pferde gefragt. „Dass sie endlich ihre wohlverdiente Pension genießen können, ist ganz vielen Leuten auch außerhalb Wiens ein echtes Anliegen. Deshalb lassen wir sie nicht im Stich: Wir werden unsere Protestaktionen sicher fortsetzen “, kündigt Martina Pluda an.

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