APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker – Kern, Vassilakou und Mitterlehner aktuell vorne.

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker hier kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 21.04.2017 bis 27.04.2017 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ). Die erste außereuropäische Auslandsreise seiner Amtszeit führte Kern vergangene Woche nach Israel und Palästina, wo er mit Staatspräsident Reuven Rivlin und Regierungschef Benjamin Netanjahu zusammentraf. Auch ein Treffen mit dem palästinensischen Premier, Rami Hamdalah, fand in Ramallah statt. Weiters nahm Kern als erster ausländischer Regierungschef an den offiziellen Holocaust-Gedenkfeiern in der Gedenkstätte Yad Vashem teil. Der Bundeskanzler bekannte sich zu Österreichs Mitverantwortung am Holocaust und betonte, Österreich werde „alles unternehmen, um die Erinnerung wach zu halten“.

In der Flüchtlingsfrage positionierte sich Kern in einem Interview mit der „Presse“ am Sonntag. Die Europäische Union solle darüber nachdenken, Flüchtlingslager außerhalb Europas einzurichten, etwa in Ländern wie Libyen oder Afghanistan. Wenn die EU die Fluchtroute über das Mittelmeer schließen wolle, werde man „das Problem nicht anders in den Griff kriegen“, so der Bundeskanzler in der „Presse“. Auch die Entsendung österreichischer Soldaten in solche Flüchtlingslager kann sich Kern vorstellen.

Als Neueinsteiger der Woche positionierte sich die Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) auf Platz zwei im Ranking. Die Wiener Stadträtin für Stadtentwicklung und Verkehr erfuhr vergangene Woche Widerstand aus den Reihen ihrer eigenen Partei: Bei einer Urabstimmung unter den Mitgliedern der Wiener Grünen stimmten 51,33 % der mitwählenden Basismitglieder (bei einer Wahlbeteiligung von 52,17 %) gegen das medial vieldiskutierte Hochhausprojekt am Wiener Heumarkt. Vassilakou gilt – wie der Koalitionspartner SPÖ - als Befürworterin des Immobilienprojektes. Bei einer Pressekonferenz am Montagabend schloss Vassilakou daraufhin jedoch ihren Rücktritt dezidiert aus. „Es geht hier nicht um meine persönliche Zukunft, sondern um ein Projekt, an dem viele Menschen in den vergangenen fünf Jahren gearbeitet haben“, sagte die Planungsstadträtin gegenüber Journalisten. Sie habe jedoch „Respekt für das Ergebnis“ der Urabstimmung. Bei der betreffenden Abstimmung im Wiener Gemeinderat am 1.Juni sind die Grünen Gemeinderäte vom Klubzwang befreit und können somit frei abstimmen.

Das „Nein“ der Grünen Basis hat die Rathaus-Oppositionspartei Neos dazu veranlasst, der SPÖ ihre Unterstützung bei der Abstimmung im Gemeinderat anzubieten.

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