Walser: Bildungssystem muss auf ansteigenden Rechtsextremismus reagieren

Maßnahmen zur Stärkung der Demokratie müssen sich in Bildungsreform niederschlagen

Wien (OTS) - „Die stetig ansteigenden Zahlen der rechtsextrem motivierten Tathandlungen sind im Zusammenhang mit der von SORA durchgeführten Studie zu den autoritären Einstellungen in Österreich ein Alarmsignal, auf das die Politik, insbesondere auch im Bildungsbereich, zu reagieren hat“, kommentiert der Grüne Bildungssprecher Harald Walser die heute bekannt gewordenen Zahlen zu den rechtsextremen Straftaten im Jahr 2016.

Walser ist darüber irritiert, dass von Bildungsministerin Sonja Hammerschmid keinerlei Reaktion auf die in der letzten Woche präsentierte SORA-Studie gekommen sei, wonach die StudienautorInnen eine dramatische Zunahme von autoritären Einstellungen konstatiert haben. „Dass etwa ein Drittel aller Befragten aus der Altersgruppe der 15- bis 35-Jährigen zum Nationalsozialismus nichts einfällt und diese Zahl bei den Unter-20-Jährigen noch höher ist, zeigt ein eklatantes Versagen im Bildungsbereich. Dass der Bildungsministerin während einer ganzen Woche dazu offenbar rein gar nichts einfällt, kann ich nur als sträflich bezeichnen“, so Walser.

Walser verweist diesbezüglich auch auf die StudienautorInnen, die übereinstimmend festgestellt hatten, dass es markante Defizite in Zugängen zur Zeitgeschichte und in der Politischen Bildung besonders innerhalb des Pflichtschulbereiches und der Berufsschulen gibt. Gestützt auf die Zahlen zum zunehmenden Rechtsextremismus und die SORA-Studie will nun Walser die offensichtlichen Leerstellen innerhalb der Politischen Bildung im Rahmen der Verhandlungen zur Bildungsreform offensiv zum Thema machen, denn „wenn die Politik noch lange abwartet, werden wir zusehen müssen, wie die Demokratie langsam den Bach hinunter geht“.

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