KA Finanz AG: Aufsichtsrat ermächtigt Vorstand, Refinanzierungsrahmen mit der staatlichen ABBAG zu verhandeln

Wien (OTS) -

  • Fortführung als Abbaugesellschaft gemäß § 162 BaSAG geplant
  • Bestehende Anleihen, Schuldscheindarlehen und Privatplatzierungen werden weiterhin bedient und bei Fälligkeit zum vollen Nominale getilgt
  • Effiziente und kostengünstige Struktur im veränderten regulatorischen Umfeld

Der Aufsichtsrat der KA Finanz AG (KF) hat den Vorstand ermächtigt, mit der im Alleineigentum der Republik Österreich stehenden ABBAG – Abbaumanagementgesellschaft des Bundes (ABBAG) einen Refinanzierungsrahmen zu verhandeln, der die gegenwärtige Refinanzierung der KF zur Gänze ersetzen soll.

Eine solche Refinanzierung durch die ABBAG wäre daran gebunden, dass sich die KF als Abbaugesellschaft gemäß § 162 des Bundesgesetzes über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) konstituiert. Dabei würde die Bankkonzession der KF enden. Die Konstituierung der KF als Abbaugesellschaft wäre durch die FMA zu genehmigen.

Die Fortführung als Abbaugesellschaft würde der KF ermöglichen, eine effiziente und kostengünstige Struktur im veränderten regulatorischen Umfeld zu schaffen. Die sich laufend weiter verschärfenden regulatorischen Rahmenbedingungen und Eigenmittelanforderungen für Kreditinstitute innerhalb der EU sehen Auflagen vor, die auf aktive Geschäftsbanken ausgerichtet und für eine Abbaubank wie die KF nur schwer und zu erhöhten Kosten einzuhalten sind.

Mit der Umwandlung in eine Abbaugesellschaft soll auch der Abbauhorizont für das Portfolio der KF verkürzt werden. Ursprünglich war mit der Europäischen Kommission ein vollständiger Abbau bis zum Jahr 2040 vereinbart. Als Abbaugesellschaft wäre die KF bestrebt, dieses Ziel bereits innerhalb von ca. 10 Jahren zu erreichen. Die KF wird unverändert bemüht sein, im Zuge des Abbaus sich bietende Marktchancen und Wertaufholungspotenziale zu nutzen.

Die KF bringt ihre gegenwärtige Refinanzierung derzeit zu rund 59 % ohne direkte staatliche Unterstützungsmaßnahmen am Markt auf. Bei erfolgreichem Abschluss der Verhandlungen würde die Refinanzierung zukünftig zur Gänze durch die ABBAG zur Verfügung gestellt werden, die die dafür erforderlichen Mittel ihrerseits bei der Republik Österreich aufnehmen würde.

Auch im Falle einer Übernahme der Refinanzierung der KF durch die ABBAG und einer Konstituierung der KF als Abbaugesellschaft werden bestehende Anleihen, Schuldscheindarlehen und Privatplatzierungen der KF weiterhin bedient und bei Fälligkeit zum vollen Nominale getilgt. Im Unterschied zu einer Abwicklung gemäß § 48 BaSAG, die stattfindet, wenn ein Institut ausfällt oder auszufallen droht, kommt es bei der KF im Zuge der Umwandlung in eine Abbaugesellschaft zu keiner von der FMA angeordneten Gläubigerbeteiligung (Bail-in). In Österreich gibt es bereits eine Abbaugesellschaft, die immigon portfolioabbau ag (vormals ÖVAG).

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