AK zur Uni-Finanzierung: Große Stipendien-Reform überfällig

Immer weniger StudentInnen bekommen Studienbeihilfe – Beihilfen und Einkommensgrenzen müssen an die Inflation angepasst werden

Wien (OTS) - "Wenn die Uni-Budgets zur Studienplatzfinanzierung deutlich erhöht werden können, dann geht das für die Stipendien auch“, sagt Melitta Aschauer, Leiterin das Bereichs Bildung in der Arbeiterkammer Wien. Sie erinnert daran, dass die Zahl der StipendienbezieherInnen an den Unis in den vergangenen zehn Jahren von gut 35.000 auf 28.000 gesunken ist: „Da brauchen wir höhere Beihilfen für mehr Studierende. Auch Kinder von Durchschnittsverdienerinnen und -verdienern müssen sich ein Studium leisten können.“

Die Zahl der Studierenden stieg in den letzten zehn Jahren, die Zahl der StipendienbezieherInnen an den Unis sank, das Budget für Stipendien blieb gleich. Der Hauptgrund dafür ist, dass die Beihilfen und die Einkommensgrenzen für den Bezug eines Stipendiums seit zehn Jahren nicht mehr erhöht wurden. „Dadurch können sich immer weniger ein Studium ohne Nebenjob leisten“, sagt Aschauer. „Die Mieten zum Beispiel wurden an die Inflation angepasst, die Stipendien nicht.“

Vor diesem Hintergrund ist es „viel zu wenig, dass das Budget für die Studienbeihilfen nur um 25 Millionen Euro erhöht werden soll“, kritisiert Aschauer. Die Arbeiterkammer verlangt, dass die Beihilfen und die Einkommensgrenzen endlich an die Inflation angepasst werden.

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