NEOS: Eliteunis für alle durch faire Studienplatzfinanzierung

Claudia Gamon: „Die österreichischen Unis sind in der Durchschnittsfalle gefangen. Studienplatzfinanzierung bringt Planbarkeit und eine Verbesserung der Betreuungsverhältnisse.“

Wien (OTS) - „Wir brauchen endlich eine Studienplatzfinanzierung, die ihren Namen auch verdient“, fordert NEOS-Wissenschaftssprecherin Claudia Gamon im Rahmen der heute auf Initiative von NEOS abgehaltenen Aktuellen Stunde im Parlament. „Die österreichischen Universitäten sind strukturell unterfinanziert. Die dringend nötige Studienplatzfinanzierung kann es Universitäten endlich ermöglichen, selbst über ihre Kapazitäten zu bestimmen und optimale Betreuungsverhältnisse zur Verfügung zu stellen.“ Gamon verweist auf die Fachhochschulen, wo die Studienplatzfinanzierung bereits jetzt sehr gut funktioniert. Langfristig erwartet sich die NEOS-Wissenschaftssprecherin auch positive Auswirkungen in den internationalen Rankings für Österreichs Universitäten. „Dass wir auch jetzt Spitzenleistungen schaffen, liegt an engagierten Menschen, die trotz - aber sicher nicht wegen - der Rahmenbedingungen ausgezeichnete Leistungen erbringen.“

Studienplatzfinanzierung bedeutet auch Zugangsbeschränkungen, so Gamon. Solche fairen Zugangsbedingungen wirken sozialer Selektion entgegen: „Jetzt reden wir zwar immer vom vermeintlich freien Hochschulzugang, doch Knock-out-Prüfungen, ein nicht funktionierendes Studienbeihilfesystem und schlechte Studienbedingungen führen aber zu extrem hohen Drop-out-Quoten, die vor allem Studierende ohne finanziellen Rückhalt aus der Familie treffen. Das ist auch eine Ungerechtigkeit des Systems.“ Dazu muss auch endlich die Studienbeihilfe auf sichere Beine gestellt werden, fordert Gamon. „Niemand soll aus finanziellen Gründen vom Studieren abgehalten werden. Doch aktuell stagnieren die Mittel und die Zuerkennungsquoten sind in den letzten Jahren gesunken.“

NEOS fordern auch nachgelagerte Studiengebühren – das heißt, dass die Gebühren erst nach dem Abschluss des Studiums bezahlt werden. „Junge Menschen, die eine Lehre machen, müssen für die Vorbereitungslehrgänge zur Meisterprüfung auch mehrere tausend Euro selbst bezahlen, warum sollen Studierende keinen Beitrag zu ihrer Ausbildung, die immer noch ein Privileg ist, leisten?“, so Gamon. „Die zusätzlichen Einnahmen bieten Universitäten außerdem einen weiteren finanziellen Spielraum, zum Beispiel für Stipendien.“

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