Schieder begrüßt die Annahme der Antisemitismusdefinition durch den heutigen Ministerrat

Wien (OTS/SK) - Mit der heutigen Annahme der Antisemitismusdefinition der IHRA (International Holocaust Remembrance Alliance) im Ministerrat durch die Regierung ist ein „deutliches Signal im Kampf gegen den Antisemitismus gesetzt worden“, betonte SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Antisemitismus habe im vorigen Jahrhundert die europäische Geschichte mitgeprägt, das dürfe nie wieder passieren. Der gestrige Holocaust-Gedenktag müsse uns allen in Erinnerung rufen, zu welchen unbegreifbaren Verbrechen gegen die Menschlichkeit der Antisemitismus geführt hat. ****

Die 31 Mitgliedstaaten der IHRA haben sich im Vorjahr auf eine global anzuwendende Arbeitsdefinition geeinigt und damit den Weg für ein einheitliches Vorgehen gegen Antisemitismus in die Wege geleitet. „Damit ist es möglich, eine objektive Auslegung, die jenseits der nationalstaatlichen Diskussionen steht, allen politischen und gesetzlichen Maßnahmen zugrunde zu legen“, betonte Schieder.

Österreich habe eine historische Verantwortung im Kampf gegen den Antisemitismus wahrzunehmen. Dass sich dieser in neuen Variationen zeige, mache die wachsende Zahl von antisemitischen Vorfällen im Internet deutlich. „Die neuen Kommunikationsmedien tragen leider auch das Potential der Enthemmung in der Sprache und der Verbreitung von Stereotypen und Vorurteilen in sich“, so Schieder.

Die jährlichen Berichte des Forums gegen Antisemitismus zeigen eine stetige Zunahme der antisemitischen Vorfälle, so Schieder. Dem müsse mit aller Entschlossenheit entgegengetreten werden: „Hier müssen wir ganz deutlich sagen: In Österreich hat Antisemitismus keinen Platz.“

„Antisemitismus darf nicht beschönigt oder verharmlost werden. Egal, von wem auch immer die Attacken kommen, wir als österreichische Gesellschaft sind gefordert, hier klare und unmissverständliche Zeichen zu setzen“, unterstrich Schieder. (Schluss) sc/sl/mp

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