VSStÖ-Lutz ad Mitterlehner: 18 Jahre Stipendiendiebstahl sind genug!

Regierung soll Regierungsinserate abstellen und dafür Studienbeihilfe endlich an Inflation anpassen

Wien (OTS) - Seit 18 Jahren begeht das Wissenschaftsministerium Stipendiendiebstahl. Die Studienbeihilfe wurde nämlich das letzte Mal 1999 an die Inflation angepasst und auch der Bezieher_innenkreis sinkt stetig. Seit Jahren werden die Gelder, die das Ministerium eigens für die Studienförderung erhält, nicht ausgeschöpft. 2015 wurden 12 Millionen Euro nicht angerührt, da immer weniger Studierende durch das ungerechte und sozial nicht treffsichere Beihilfesystems fallen. Das Ministerium hockt auf den Geldern und sieht tatenlos dabei zu, wie immer mehr Studierende in die Armutsfalle tappen.

Zynisch ist es, dass Mitterlehner für das Universitätsbudget für die Leistungsverhandlungen 2019 die Notwendigkeit der Inflationsanpassung erkannt hat, sich aber bei der Studienbeihilfe weiterhin taub stellt und stattdessen durch seine geplanten Zugangsbeschränkungen Studierenden weitere Hürden in den Weg legt.

"Eine Regierung, die an der Gerechtigkeit für ihre Studierenden spart, hat ihre Zukunft schon verspielt“, kommentiert Spitzenkandidatin des VSStÖ Hannah Lutz, die neuerlichen Schikanen, die seitens des Ministers Mitterlehners in Richtung der Studierenden gerichtet wurde.

"Die ÖVP zeigt abermals ihr wahres Gesicht und beweist, dass die Anliegen von uns Studierenden der elitenfördernden Partei völlig egal sind. Der fehlende Wille die Studienbeihilfe endlich an die Inflation anzupassen ist ein Schlag ins Gesicht aller Studierenden. Während andere Förderungen wie zum Beispiel die Parteienförderung oder der Richtwertmietzins stets an die Inflation angepasst werden, spart der Minister an der Zukunft des Landes“, zeigt sich Lutz entsetzt über das grob fahrlässige Verhalten Mitterlehners.

"Die Regierung soll Regierungsinserate abstellen und dafür Studienbeihilfe endlich an Inflation anpassen! Mitterlehner muss endlich kapieren, dass er als Wissenschaftsminister für die Anliegen der Studierenden verantwortlich ist. Dass er die Aufgaben des Wirtschaftsminister sehr ernst nimmt hat er durch seine Elitenförderung bereits unter Beweis gestellt. Jetzt muss er endlich auch zeigen, dass er als Wissenschaftsminister genau so hart in Verhandlungen gehen kann“, führt Lutz weiter aus.

"Oder um es für die ÖVP verständlich auszudrücken: Es reicht! Wir brauchen Stipendien, die zum Leben reichen, statt ÖVP-Minister, die seit 18 Jahren Stipendiendiebstahl betreiben“, so Lutz abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Verband Sozialistischer Student_innen
Gazal Sadeghi
Pressesprecherin
+43 676 385 8813
gazal.sadeghi@vsstoe.at
http://www.vsstoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SJO0001