Ruck/Kaske: Sozialpartner brachten Wiener EMA-Bewerbung ins Rollen

Wien (OTS) - Es war ein historisches Ereignis in der Geschichte der Sozialpartnerschaft. Im Herbst 2016 gab es erstmals gleichlautende Anträge im Wirtschaftsparlament der WK Wien und in der Vollversammlung der AK Wien. Die Sozialpartner zogen und ziehen an einem Strang, um die European Medicines Agency nach Wien zu bringen. Dementsprechend setzten sich WK Wien und AK Wien bei Stadt und Bundesregierung für eine aktive Bewerbung ein – mit Erfolg. Die WK Wien war dann in die Erstellung der offiziellen Bewerbung federführend eingebunden. Diese ist nun auf dem Weg nach Brüssel und zu den EU-Mitgliedern.

„Der Pharmabereich zählt zu den Top-Zukunftsbranchen. Wien hat jetzt die einmalige Chance, internationales Zentrum dieser Boombranche zu werden. Wir kennen die Konkurrenz, unsere Bewerbung mit Wien ist bärenstark. Jetzt liegt es auch am Verhandlungsgeschick im EU-Rat, ob wir den Zuschlag für die EMA bekommen. Es wäre ein notwendiger Impuls für den Standort Wien“, sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, der unter anderem in London bei EMA-Chef Rasi für den Standort Wien Werbung machte.

Rudi Kaske, Präsident der Arbeiterkammer Wien, sieht in der Ansiedelung der Arzneimittelagentur die Möglichkeit, nachhaltig Jobs zu schaffen und den Wohlstand zu sichern. „Diese Chance wollen wir nutzen.“ Die EMA passe sehr gut zum starken Pharmabereich und der herausragenden Forschung in diesem Bereich. „Daher hoffen wir, dass die guten Argumente für die Bewerbung Wiens als EMA-Standort in Brüssel gehört werden.“

Was ist die EMA
Die EU-Agentur mit Sitz in London ist zuständig für die Zulassungen und Überwachung von Arzneimitteln innerhalb der Europäischen Union und beschäftigt derzeit rund 890 Mitarbeiter. Der bevorstehende EU-Austritt Großbritanniens macht einen Umzug der EMA notwendig. Neben Wien rechnen sich mehrere europäische Standorte eine Chance aus. Eine Ansiedelung der Agentur würde laut Berechnungen der WK Wien rund 133 Mio. Euro an direkter zusätzlicher jährlicher Wertschöpfung am Standort Wien bringen. Die indirekten Auswirkungen wären um ein Vielfaches größer: Wien würde mit einem Schlag zum Zentrum der Biotech- und Pharmaindustrie Europas werden und internationale Unternehmen anziehen.

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