Ignatius Nascher-Förderpreis der Stadt Wien übergeben

Auszeichnung für Forschung in der Geriatrie geht an Olivia Kada

Wien (OTS) - Am Donnerstag, 20. April 2017, wurde der Ignatius Nascher-Förderpreis im Rahmen des Wiener Geriatriekongresses an FH-Prof.in Mag.a Dr.in Olivia Kada verliehen. 

   Der heurige Wiener Geriatriekongress bot am Donnerstag, 20. April 2017, den feierlichen Rahmen für die Verleihung des Ignatius Nascher-Förderpreises. Die Auszeichnung für besondere wissenschaftliche Arbeiten oder innovative, erfolgreiche Projekte aus dem Bereich der Geriatrie wurde im Wiener Rathaus verliehen. "Die Wienerinnen und Wiener werden glücklicherweise immer älter. Die Herausforderung dabei ist, auch im Alter so lange wie möglich gesund zu bleiben. Vor diesem Hintergrund gewinnen die Bereiche Gesundheitsförderung und Prävention zunehmend an Bedeutung. Hier leistet auch die Forschung einen wesentlichen Beitrag, den die Stadt Wien mit der Vergabe des Ignatius Nascher-Förderpreises sichtbar machen möchte", so Dennis Beck, Geschäftsführer der Wiener Gesundheitsförderung, die den Preis dotiert. 

Zwtl.: Lebensqualität und Gesundheit im Alter

   Eine unabhängige Jury bewertete die eingereichten Arbeiten nach den Kriterien wissenschaftliche Originalität, geriatrisch-medizinische/gerontologische Relevanz, praktische Umsetzbarkeit und Nachhaltigkeit. Durchsetzen konnte sich FH-Prof.in Mag.a Dr.in Olivia Kada. Sie erhielt den Ignatius Nascher-Förderpreis für ihre wissenschaftliche Publikation "Subjektive Theorien zu Lebensqualität und Gesundheit im Alter. Eine explorative Studie mit PflegeheimbewohnerInnen und ihren Pflegekräften". In der Studie werden die individuellen Sichtweisen von pflegebedürftigen BewohnerInnen und ihren Pflegekräften verglichen. Denn: Gesundheit und Lebensqualität im Alter - vor allem von Menschen, die in Pflegeeinrichtungen leben – werden von unterschiedlichen Personengruppen unterschiedlich bewertet.

   Die Studie zeigt, dass Lebensqualität im Alter immer stärker über familiäre Beziehungen, soziale Integration sowie das Wohlbefinden definiert wird und weniger am körperlichen Zustand. Bemerkenswert dabei ist, dass sich BewohnerInnen an ihre körperlichen und gesundheitlichen Einschränkungen anpassen. Pflegekräfte hingegen beurteilen die Lebensqualität der BewohnerInnen unter anderen Aspekten. Für gelungene Kommunikation und gute Pflege ist ein gemeinsames Verständnis über die Lebensqualität entscheidend. Deshalb sollten die Vorstellungen der Pflegekräfte nicht unreflektiert auf die BewohnerInnen übertragen werden. Gibt es ein gemeinsames Bild, fühlen sich die BewohnerInnen besser angenommen und betreut. Dadurch steigt nicht nur die Lebensqualität der Menschen in Pflege, sondern darüber hinaus die Arbeitszufriedenheit der Pflegekräfte. 

Zwtl.: Über die Preisträgerin

FH-Prof.in Mag.a Dr.in Olivia Kada wurde 1982 geboren. Die studierte Psychologin provomierte 2010 an der Alpen-Adria Universität in Klagenfurt und lehrt an der Fachhochschule Kärnten (Gesundheit und Soziales). Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt in den Bereichen Professionalisierung von Gesundheitsberufen sowie Versorgungsforschung mit Schwerpunkt Langzeitpflege. 

Zwtl.: Über den Ignatius Nascher-Förderpreis

Ignatius Leo Nascher wurde 1863 in Wien geboren und gilt als Vater der Geriatrie. Der Preis wurde 1999 auf Initiative von Primaria Dr.in Katharina Pils, Vorständin des Instituts für Physikalische Medizin und Rehabilitation des SMZ-Sophienspital und Leiterin des Ludwig Boltzmann Institutes für Interdisziplinäre Rehabilitation in der Geriatrie, ins Leben gerufen. 

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